Datum02.08.2026 06:11
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Artikel thematisiert Spannungen innerhalb der EU wegen der Migrationspolitik nach einem Vorfall in Ceuta, wo Zehntausende Migranten nach Marokko zurückkehrten. Spanien wehrt sich gegen Kritik, während andere EU-Staaten harte Reaktionen zeigten. Ein weiterer Fokus liegt auf Tunesien, wo extreme Hitze, Stromausfälle und eine Wirtschaftskrise die Bevölkerung belasten. Präsident Saieds autoritäre Herrschaft und mangelnde Investitionen verschärfen die Lage. Die EU hält sich mit Kritik an Tunesien zurück.
InhaltNach dem Vorfall in Ceuta sind Zehntausende wieder nach Marokko zurückgekehrt. Doch die EU-Staaten streiten heftig. Und: Hitze, Stromausfälle und Autokratie in Tunesien Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez fordert ein Treffen der EU-Innenminister. Auslöser ist der Streit über unkontrollierte Grenzübertritte nach Ceuta, eine spanische Exklave in Marokko. Mehrere europäische Regierungen kritisierten Spaniens Grenz- und Migrationspolitik, Sánchez weist die Vorwürfe zurück. Bis Freitag sind zwischenzeitlich zehntausende Menschen aus Marokko in die spanische Exklave gelangt. Mindestens 67 Menschen starben beim Versuch, die Grenze zu überwinden. Die meisten sind inzwischen nach Marokko zurückgekehrt. Als Reaktion auf den Vorfall hatte unter anderem Italien angedroht, Spanien einseitig aus dem Schengenraum auszuschließen. Warum reagierten einige EU-Partner so scharf auf den Vorfall? Und warum geraten die Toten in der europäischen Debatte an den Rand? Darüber spricht Mark Schieritz, stellvertretender Leiter des Politikressorts der ZEIT. Nach Sturzfluten im Frühjahr sind die Temperaturen in Tunesien zuletzt auf bis zu 50 Grad Celsius gestiegen. Waldbrände haben sich ausgebreitet, zugleich ist immer wieder der Strom ausgefallen. Das Netz hielt dem hohen Verbrauch durch Klimaanlagen nicht stand. Lebensmittel verdarben, kleine Geschäfte mussten Fleisch und Milchprodukte wegwerfen, obwohl viele ohnehin unter der Wirtschaftskrise leiden. Über Jahre wurde zu wenig in die Stromversorgung investiert. Und das, obwohl Präsident Kais Saied, der zunehmend autoritär regiert, versprochen hatte, den Staat wieder handlungsfähig zu machen. Darüber spricht die freie Journalistin Vanessa Barisch, die aus Tunesien berichtet. Sie erklärt auch, warum sich die EU mit Kritik an Saied zurückhält. Und sonst so? Unsere DNA enthält Spuren von "Geistervorfahren". Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser Mitarbeit: Benjamin Probst und Lisa Pausch Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.