Niedrigwasser: Krischer: Bund muss Geld für Fahrrinnen-Ausbau bereitstellen

Datum02.08.2026 05:00

Quellewww.zeit.de

TLDRNRW-Verkehrsminister Krischer fordert den Bund auf, Mittel für den Ausbau der Rhein-Fahrrinne bereitzustellen. Ohne diese Gelder kann der zweite Abschnitt zwischen Krefeld und Düsseldorf nicht umgesetzt werden, was die Schiffbarkeit bei Niedrigwasser beeinträchtigt. Ziel ist es, den Rhein durch Steinentfernungen besser befahrbar zu machen und somit die Industrie anzupassen. NRW wird dies auf einer Länderkonferenz thematisieren.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Niedrigwasser“. Lesen Sie jetzt „Krischer: Bund muss Geld für Fahrrinnen-Ausbau bereitstellen“. Angesichts des Niedrigwassers im Rhein hat der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) den Bund aufgefordert, das Geld für den weiteren Ausbau der Fahrrinne zwischen Duisburg und Köln bereitzustellen.  Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung könne den baureifen zweiten Abschnitt zwischen Krefeld und Düsseldorf nicht umsetzen, weil die Bundesregierung 2025 die Mittel dafür gestrichen habe, sagte Krischer der Deutschen Presse-Agentur. "Wir erwarten, dass der Bund die Mittel kurzfristig zur Verfügung stellt, damit gebaut und weiter geplant werden kann." Der Bund müsse seiner Verantwortung für die Bundeswasserstraße Rhein gerecht werden, sagte Krischer. Dies werde NRW auch bei einer für den 4. September geplanten "Länder-Konferenz Rhein" mit den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg einfordern. Der Ausbau der Fahrrinne soll den Rhein auch bei Niedrigwasser besser schiffbar machen. Nach Angaben des Ministeriums sollen dafür unter anderem an einzelnen Stellen große Steine entfernt werden, die in die Fahrrinne ragen. Dadurch könnten Schiffe bei niedrigem Wasserstand mit größerer Ladung fahren, ohne auf Grund zu laufen. Auf dem ersten Bauabschnitt zwischen Duisburg und Krefeld seien die Arbeiten bereits umgesetzt worden. Die Maßnahmen für den dritten Abschnitt zwischen Düsseldorf und Köln seien noch in Planung. "Der Rhein war immer die Lebensader unserer Industrie", sagte NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne). "Jetzt muss er auch zu einem Symbol dafür werden, wie wir unseren Industriestandort an den Klimawandel anpassen: pragmatisch, technologieoffen und im Einklang mit der Natur." © dpa-infocom, dpa:260802-930-472503/1