Landleben: Mehr als 90 Dorfkümmerer sind in Thüringen aktiv

Datum02.08.2026 04:30

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Thüringen sind mittlerweile 94 staatlich finanzierte Dorfkümmerer aktiv, eine Verdreifachung seit 2022. Sie sind in acht Landkreisen tätig und fungieren als Ansprechpartner für ländliche Bewohner. Ihre Aufgaben umfassen die Organisation von Dorfveranstaltungen und Unterstützung im Alltag, wie bei Behörden- oder Arztgängen. Das Programm fördert das generationenübergreifende Miteinander und kann über Festanstellung, ehrenamtliche Tätigkeit mit Aufwandsentschädigung oder Minijob abgewickelt werden.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landleben“. Lesen Sie jetzt „Mehr als 90 Dorfkümmerer sind in Thüringen aktiv“.   Sie organisieren Dorffeste, Spielenachmittage oder Hilfe im Alltag: Die Zahl der in Thüringen aktiven Dorfkümmerer steigt. Derzeit seien 94 aus Landesmitteln finanzierte Dorfkümmerer im Einsatz, teilte das Sozialministerium auf Anfrage mit. Dies seien dreimal so viele wie noch 2022. Aktiv sind sie in acht Landkreisen: Altenburger Land, Gotha, Hildburghausen, Kyffhäuserkreis, Saale-Holzland, Schmalkalden-Meiningen, Unstrut-Hainich und Weimarer Land. Die Zahl der Kreise, die Dorfkümmerer haben, ist laut Ministerium seit Jahren konstant. Dorfkümmerer sind feste Ansprechpartner für Menschen auf dem Land. Sie fördern das Miteinander im Dorf, indem sie zum Beispiel Veranstaltungen organisieren und in Alltagsfragen helfen, etwa bei Behördengängen oder Arztterminen. Finanziert werden die Helfer über ein Landesprogramm, das das solidarische Zusammenleben der Generationen fördert. Die Kommunen können entscheiden, ob sie die Dorfkümmerer in einem sozialversicherungspflichtigen Job einstellen oder als Ehrenamtler mit einer Aufwandsentschädigung. Auch eine geringfügige Beschäftigung über Minijobs ist bislang möglich. "Nach unseren Erfahrungen sind sowohl Personen im aktiven Berufsleben als auch Menschen im Ruhestand als Dorfkümmerer tätig", teilte eine Ministeriumssprecherin mit. Viele verfügten wegen ihrer bisherigen beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit bereits über gute Kenntnisse über die Orte und über ein gewachsenes Netzwerk in der Region. Aber auch neu zugezogene Menschen in den Gemeinden engagierten sich in diesem Amt. © dpa-infocom, dpa:260802-930-472433/1