Migration: Friedrich Merz weist Einmischung der USA in Migrationspolitik zurück

Datum27.11.2025 18:17

Quellewww.zeit.de

TLDRBundeskanzler Friedrich Merz hat die Einmischung der US-Regierung in die europäische Migrationspolitik zurückgewiesen. Er betonte, dass Deutschland und Europa selbst über ihre Asyl- und Einwanderungspolitik entscheiden. Merz wies auf den Fortschritt Deutschlands seit dem Regierungswechsel hin und kündigte an, dass Europa eine neue gemeinsame Migrationspolitik erarbeiten werde. Die US-Regierung hat hingegen ihre Diplomaten angewiesen, in Europa für strengere Einwanderungsrichtlinien zu werben und Massenmigration mit sozialen Problemen zu verknüpfen.

InhaltDie US-Regierung hat ihre Diplomaten angewiesen, in Europa für eine restriktivere Einwanderungspolitik zu werben. Der Bundeskanzler reagiert mit klarer Ablehnung. Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Einmischung der US-Regierung in die Migrationspolitik der europäischen Staaten zurückgewiesen. Der CDU-Vorsitzende sagte: "Die Migrationspolitik ist unsere Sache. Wir entscheiden, ob wir sie für richtig halten." Gerade Deutschland sei seit dem Regierungswechsel auf dem richtigen Weg, sagte der Kanzler. "Da brauchen wir keine Ermahnungen von außerhalb."  Man sei zudem dabei, eine neue gemeinsame europäische Asyl- und Einwanderungspolitik zu formulieren, sagte Merz weiter. "Auch das können wir aus eigener Kraft und werden das auch aus eigener Kraft festlegen", fügte der Kanzler hinzu. Zuvor hatte die US-Regierung ihre Diplomaten angewiesen, in Europa, Kanada und Australien für eine restriktivere Einwanderungspolitik zu werben. In dem Rundschreiben, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, wird Massenmigration mit Gewaltverbrechen und Menschenrechtsverletzungen verknüpft.  Die US-Vertretungen sollen dem Schreiben nach die Regierung in Washington D. C. über solche Vorfälle berichten und die Gastländer zu strengeren Migrationsregeln drängen. "Wir ermutigen Ihre Regierung, sicherzustellen, dass die Politik ihre Bürger vor den negativen sozialen Auswirkungen der Massenmigration schützt, einschließlich Verdrängung, sexueller Übergriffe und dem Zusammenbruch von Recht und Ordnung", heißt es in den Gesprächsleitlinien für die Diplomaten. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.