Krise in Ceuta: 22 EU-Mitgliedstaaten fordern Sondersitzung der Innenminister

Datum01.08.2026 13:34

Quellewww.zeit.de

TLDR22 EU-Staaten, darunter Deutschland, fordern angesichts der Krise in Ceuta eine Sondersitzung der EU-Innenminister. Sie verlangen eine koordinierte Reaktion auf Migrationsdruck und hybride Bedrohungen. Ziel ist es, illegale Einreisen und Aufenthalte zu unterbinden. Während Spanien eine solche Sitzung ebenfalls anstrebt, kritisiert es die "egoistische" Haltung einiger Mitgliedstaaten. Der Brief wurde von Italien und Dänemark initiiert.

InhaltIn einem Schreiben verlangen 22 EU-Staatschefs eine koordinierte Reaktion auf die Ereignisse in der spanischen Exklave Ceuta. Auch Kanzler Friedrich Merz schloss sich an. Die Staatschefs von 22 EU-Mitgliedstaaten haben als Reaktion auf die Geschehnisse in der spanischen Exklave Ceuta in einem gemeinsamen Brief eine Dringlichkeitssitzung der EU-Innenminister gefordert. "Die Ereignisse der vergangenen Tage erfordern eine unverzügliche und koordinierte europäische Antwort", heißt es in dem Schreiben an die irische EU-Ratspräsidentschaft. "Wir dürfen nicht zulassen, dass unkontrollierte Massenübertritte, die Instrumentalisierung von Migration oder andere hybride Bedrohungen den Eindruck erwecken, eine illegale Einreise in die Europäische Union sei möglich – und dass aus der illegalen Einreise eines Migranten ein legaler Aufenthalt werden könne." Zu den Unterzeichnern gehört auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Das Schreiben ist an die irische EU-Ratspräsidentschaft, EU-Ratspräsident António Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gerichtet. Initiiert wurde der Brief von der rechten italienischen Ministerpräsidentin Georgia Meloni und ihrer sozialdemokratischen dänischen Kollegin Mette Frederiksen. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez forderte seinerseits angesichts der europäischen Kritik am Umgang seines Landes mit der Krise in Ceuta eine Sondersitzung der EU-Innenminister. In einem Brief an die Spitzen der europäischen Institutionen warf Sánchez einigen Mitgliedstaaten eine "egoistische" und "rechtswidrige" Reaktion vor. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.