Datum01.08.2026 12:21
Quellewww.zeit.de
TLDRSpaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez fordert eine EU-Sondersitzung zu den Migrationsvorfällen in Ceuta. Er wirft einigen EU-Mitgliedsstaaten "egoistische", "rechtswidrige" und vorurteilsgetriebene Reaktionen vor, die gegen europäisches Recht und Solidarität verstoßen. Diese Haltung widerspreche den langfristigen Interessen Europas. Die Forderung folgt auf den Massenzustrom von rund 60.000 Migranten nach Ceuta, bei dessen Versuch mindestens 67 ums Leben kamen.
InhaltSpaniens Ministerpräsident hat mehreren EU-Mitgliedsstaaten Verstöße gegen "Grundsätze der Solidarität" vorgeworfen. Er forderte eine Sondersitzung zu Ceuta. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hat als Reaktion auf die europäische Kritik am Umgang seines Landes mit der Situation in Ceuta eine Sondersitzung der EU-Innenminister gefordert. In einem Brief an die Spitzen der europäischen Institutionen warf Sánchez einigen Mitgliedstaaten eine "egoistische" und "rechtswidrige" Reaktion vor. "Eine solche Haltung – motiviert durch Vorurteile, Falschinformationen, Unwissenheit oder politische Interessen – verstößt nicht nur gegen europäisches Recht, humanitäres Recht und die Grundsätze der Solidarität, die uns verbinden, sondern läuft auch den langfristigen Interessen Europas zuwider", schrieb Sánchez in einen Brief. "Im gegenwärtigen internationalen Kontext kann sich die Europäische Union eine solche egoistische, spaltende und rechtswidrige Reaktion nicht leisten." Er verlangte eine Videokonferenz der Innenminister aller 27 EU-Staaten. Zuvor waren rund 60.000 Migranten in die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika gelangt. Mindestens 67 Migranten starben bei dem Versuch. Die spanische Regierung teilte mit, dass "fast alle" inzwischen nach Marokko zurückgekehrt seien. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.