Datum01.08.2026 10:25
Quellewww.spiegel.de
TLDRNachdem Migranten aus Marokko zweimal versuchten, die Grenze zur spanischen Exklave Melilla zu überwinden, sicherte die Polizei die Grenze ab. Die Lage gilt als angespannt, der Grenzübergang ist geschlossen. In der anderen Exklave, Ceuta, entspannte sich die Lage nach der Ankunft von rund 50.000 Migranten, die größtenteils zurück nach Marokko gekehrt sind.
InhaltZweimal versuchten Migranten aus Marokko am Abend, die Grenze zur spanischen Exklave Melilla zu überwinden. In der Nacht sicherte die Polizei den Zaun ab, die Lage ist angespannt. Nachdem Migranten versucht hatten, auch in die zweite spanische Nordafrika-Exklave Melilla zu gelangen, ist die Lage dort angespannt. Die Polizei hat Medienberichten zufolge die ganze Nacht die Grenze zu Marokko abgesichert. Auf Bildern des staatlichen Fernsehens RTVE war zu sehen, wie zahlreiche Streifenwagen der Guardia Civil mit Blaulicht den Grenzverlauf entlangfahren. Am Freitagabend hätten gegen 19 Uhr zunächst rund 500 Menschen versucht, sich von Marokko aus Zutritt zu der Exklave zu verschaffen, wie unter anderem RTVE berichtete. Gegen 21 Uhr sei es zu einem zweiten Versuch gekommen, den Grenzzaun zu überwinden. Mehrere Menschen hätten dabei Steine auf Sicherheitskräfte geworfen. Diese hätten Tränengas eingesetzt. Unklar blieb, ob Menschen nach Melilla gelangten. Der Grenzübergang Beni Enzar ist seit Donnerstagabend geschlossen. In Ceuta, der anderen spanischen Nordafrika-Exklave, hat sich die Lage mittlerweile entspannt. Dort waren bis Freitagvormittag etwa 50.000 Menschen irregulär aus Marokko angekommen, viele schwammen an der Küste entlang. Die meisten von ihnen verließen das spanische Staatsgebiet Behörden zufolge mittlerweile wieder Richtung Marokko. Eine nicht bekannte Zahl hält sich dort weiter auf. RTVE zeigte Bilder, wie Menschen in der Nacht zum Samstag in den Straßen laufen und unter anderem Schlafplätze suchen. Die dortigen Aufnahmestellen seien überlaufen, hieß es. Die an der Küste Nordafrikas gelegenen Städte Ceuta und Melilla stehen seit Jahrhunderten unter spanischer Kontrolle. In den vergangenen Tagen waren fast 50.000 Migranten irregulär nach Ceuta an der Meerenge von Gibraltar gelangt, wie der staatliche Rundfunksender Radio Nacional unter Berufung auf die Regierung berichtete. Regionalpräsident Juan Jesús Vivas sprach sogar von 60.000. Lesen Sie hier : Darum wollen so viele Menschen aus Marokko nach Spanien