Toaster im Test: Modelle für warmen Röstduft und krosses Brot

Datum01.08.2026 06:50

Quellewww.spiegel.de

TLDRSieben Toaster wurden getestet. Teure Modelle sind nicht zwingend besser. Einfache Toaster reichen für Standardweißbrot. Komfort und Flexibilität kosten extra. Einige Geräte toasten einseitig für Bagels oder Burger. Ein Modell sticht durch automatischen Einzug und Sichtfenster hervor. Andere bieten Vintage-Design oder Familienkapazität. Ein individualisierbarer Toaster ist teuer und hat Einschränkungen. Tester bewerteten Gleichmäßigkeit, Temperatur und Handhabung.

InhaltRöstautomaten sind beliebt wie geschnitten Brot. Wir haben sieben Modelle getestet. Unser Ergebnis: Wer teuer toastet, toastet nicht unbedingt besser. Wer immer nur Weißbrotscheiben aus dem Supermarkt in seinen Toaster steckt, kommt mit einem einfachen Modell aus. Mehr Komfort und Flexibilität sind schön, haben aber ihren Preis. Die von uns getesteten Geräte haben ähnliche Grundfunktionen. Dazu zählen: Dieser Text enthält sogenannte Affiliate-Links, über die der Verlag, aber nie der Autor individuell, bei Verkäufen eine geringe Provision vom Händler erhält. Letzteres ist die Voraussetzung für halbwegs gleichmäßig geröstete Toastseiten. Zudem stehen fast alle Modelle im Test fest auf Gummifüßen, lassen sich nicht ohne Weiteres versehentlich umwerfen. Theoretisch kann man mit einem Toaster vielerlei Backwerk rösten: neben Kastenweißbrot und Buttertoast lassen damit sich auch Brötchenhälften, Pita-Brot, runde Toasties, Baguettescheiben, Vollkorn- und Sauerteigbrot, Schnitzel-Toasties, Pancakes und Naan damit erhitzen. Zwei Geräte beherrschen sogar die Disziplin des einseitigen Röstens von halbierten Bagels oder Burger-Buns, sodass nur die Schnittflächen erhitzt werden. Der zwischen Hamburg und Palma de Mallorca pendelnde Foodjournalist Peter Wagner kocht länger, als er für Geld schreibt. Er veröffentlicht Ernährungssachbücher und Kochbücher, aktuell ist sein Buch "MALLORCA – Essen, Trinken, Erleben"  im Handel – ein Genuss-Reiseführer für die beliebte Urlaubsinsel. Wir testen die Geräte auf mittlerer Röststufe mit den drei beliebtesten Brotsorten – normaler Buttertoast frisch und tiefgefroren, sowie die größeren Sandwich-Scheiben (11 × 11 cm). Zur Beurteilung der Gleichmäßigkeit beim Rösten toasteten wir je zwei Scheiben mit dem Drei-Minuten-Test: Nach dieser Zeit auf höchster Stufe werfen einige Geräte zwar schon ziemlich verkohlte Scheiben aus, aber man kann damit die gut beurteilen, wie gleichmäßig die Bräunung von Vorder- und Rückseite klappt. Die Temperaturen haben wir mit einem Infrarot-Thermometer an den Heizdrähten und der Geräteoberseite sowie am Aufbackaufsatz gemessen. 2-Scheiben-Toaster / Anzahl Schlitze 2 / 900 Watt / Tasten / Höhe 16,5 cm / Breite 27 cm / Tiefe 18,5 cm / Metall / silber / Brötchenaufsatz Der kleinste und günstigste Toaster im Test röstet nicht wesentlich schlechter als teurere Geräte. Bei dem nach flotten 2.15 Minuten ausgeworfenen American Sandwich zeigt er aber Schwächen, außen bleibt fast ein Zentimeter Brot weiß. Kleinere Scheiben werden recht gleichmäßig braun. Die mittlere der acht per Drehregler einstellbaren Stufen liefert hellere Resultate als bei der Konkurrenz. Freunde von dunklem Toast müssen weiter aufdrehen. Gesteuert wird seitlich mit drei Tasten. Alle Toastgrößen lassen sich dank des manuellen Brothebers problemlos entnehmen. Dennoch ist Vorsicht angebracht: Die Oberseite wird 105 °C heiß, obwohl die Heizdrahthitze mit 350 °C eher im Mittelfeld liegt. Am integrierten Ausklapp-Aufsatz kommen ausreichende 130 °C an. Weniger gut fanden wir den starken Brandgeruch beim ersten Erhitzen, die empfindliche Oberfläche sowie, dass oben am Brotkorb ab dem zweiten Toastvorgang Brotreste haften blieben. Fazit: Für Normaltoaster und Sparfüchse ausreichend. Abmessungen: 18,5 × 27 × 16 cm Leistung: 900 Watt Länge Netzkabel: 100 cm Anzahl Brotfächer: 2 Brotfächer Länge x Breite x Tiefe: 13 × 3,5 × 12 cm Röstaufsatz: integriert Was kostet das? UVP 47,90 Euro; Straßenpreis ca. 25–30 Euro 2-Scheiben-Toaster / Anzahl Schlitze 2 / 1.640 Watt / Höhe 33,8 cm / Breite 24,9 cm / Tiefe 22,2 cm / Edelstahl / silber / Brötchenaufsatz Obwohl aus dem britischen Mutterland des Weißbrotröstens kommend, hinterlässt der Attentiv einen zwiespältigen Eindruck. Die Toastereinheit ist auf einer Grundplatte mit montiert, auf der sich auch die Steuerung per Folientasten befindet. Dennoch schwingt das Gerät bedrohlich, wenn man es anstößt. In die beiden breiten Schlitze passt eine größere Bauernbrothälfte, und auch ein Sandwich lässt sich komplett darin versenken. Dennoch bleibt an einer Seite ein fast zwei Zentimeter breiter blasser Streifen. Auch der Tiefkühltoast wird ungleichmäßig gebräunt. Der Brite ist mit einer Röstzeit von 1.24 Minuten auf der mittleren von sechs Stufen der schnellste Toaster im Test. Im Drei-Minuten-Test wirft er die Scheiben mit einer halbwegs ausgewogenen Röstung auf beiden Brotseiten aus. Oben wird das Gerät nur 85 °C heiß, an den Heizdrähten messen wir 430 °C und am stabilen Röstaufsatz 125 °C. Der Überhitzungsschutz fordert nach nur drei Toastdurchgängen eine Zwangspause. Fazit: Ein mittelmäßiger Toaster für Menschen mit wenig Zeit und viel Geld. Abmessungen: 29,9 × 19,2 × 21,5 cm Leistung: 1650 Watt Länge Netzkabel: 100 cm Anzahl Brotfächer: 2 Brotfach Länge x Breite x Tiefe: 17 × 3,5 × 13 cm Röstaufsatz: mitgeliefert Was kostet das? UVP 99,99 Euro; Straßenpreis ca. 80-90 Euro. Single-Toaster / 7 Bräunungsstufen / Anzahl Schlitze 1 / Tasten / Breite 15,6 cm / Tiefe 35 cm / Metall / Brötchenaufsatz Schon optisch setzt sich der Lono vom Rest des Testfeldes ab: WMF feuert die Brotscheiben mit vier geruchlosen Quarzbrennern statt mit Heizdrähten an. Den Bräunungsvorgang kann man durch ein Sichtfenster live verfolgen. Einen Schieber gibt es nicht, der Toaster zieht das Brot (auch einseitig toastbare Bagelhälften) automatisch ein und fährt es nach auf der mittleren von sieben Stufen nach zweieinhalb Minuten beidseitig perfekt gleichmäßig geröstet wieder hoch. Die Brenner werden bis 450 °C heiß und sorgten bei allen Bräunungstests für perfekte Röstung, auch bei American Sandwiches und 26 Zentimeter langen Brotscheiben. Der Röstaufsatz ist breit und stabil genug für ein halbes Baguette, dort kommen aber nur 110 °C an. Dennoch verbrennt man sich mangels seitlicher Griffe beim Abheben des Aufsatzes die Finger. Dafür wird die Oberseite nicht heißer als 70 °C und die Brotscheiben lassen sich einfach entnehmen. Fazit: Wer sich den WMF leisten kann und will, bekommt einen perfekten Toaster, der sich nahtlos in die anderen schicken Chromargan-Lono-Geräte einreiht. Abmessungen: 15,6 × 35 × 22 cm Leistung: 1300 Watt Länge Netzkabel: 90 cm Anzahl Brotfächer: 1 Langschlitz Brotfach Länge x Breite x Tiefe: 26,5 × 3,3 × 15 cm Röstaufsatz: mitgeliefert Was kostet das? 154,99 Euro. 2-Scheiben-Toaster / 6 Bräunungsstufen / Anzahl Schlitze 2 / 900 Watt / Hebel / herausnehmbare Teile / Höhe 20,5 cm / Breite 18,5 cm / Tiefe 32 cm / Metall / grün / Brötchenaufsatz Bis auf die Technik ist bei diesem Toaster alles Vintage: Design, Bedienelemente, Benutzerführung. Die sechs Bräunungsstufen stellt man mit einem analogen Zeigerinstrument ein, die vier Funktionstasten (samt Bagel-Option) quittieren jeden Druck mit einem Klick. Das Gerät mit dem Oldie-Approach toastet die große Sandwichscheibe binnen 2.58 Minuten schön gleichmäßig, bis auf eine Ecke. Beim Drei-Minuten-Test ist die Vorderseite gleichmäßiger gebräunt als die Rückseite. Die tiefgekühlte Toastscheibe bleibt seitlich auf einer Breite von einem Zentimeter nahezu ungeröstet. Wir messen mit 460 °C am Heizdraht und sehr guten 155 °C am Aufsatz die höchsten Temperaturen im Testfeld. Die Oberseite wird 85 °C warm, links unten am Krümelschubladengriff leider ebenso, was den Transport erschwert. Fazit: Für eine Handvoll Dollar bringt der Elvis unter den Toastern amerikanisches Flair auf den Frühstückstisch und röstet korrekt. Für die Brotentnahme braucht man aber eine Zange. Abmessungen: 7,3 × 12,6 × 8,1 cm Leistung: 900 Wattz Länge Netzkabel: 70 cm Anzahl Brotfächer: 2 Brotfach Länge x Breite x Tiefe: 14 × 3,7 × 15 cm Röstaufsatz: mitgeliefert Was kostet das? UVP 115 Euro; Straßenpreis ca. 80 Euro 4-Scheiben-Toaster / Anzahl Schlitze 4 / 950 Watt / Schieberegler / Höhe 23,6 cm / Breite 29,1 cm / Tiefe 28,7 cm / Metall / Brötchenaufsatz Der Familientoaster mit vier Brotschlitzen macht in fast allen Disziplinen eine gute Figur – wenn man ein Tuch greifbar hat, um Fingerabdrücke vom matten Metall wegzupolieren. Alle drei Rösttests ergeben brauchbare Bräunungsraten, einzig das große Sandwich und das Tiefkühl-Toast sind am Rand blässlich. Je zwei Schlitze lassen sich an der Vorderseite getrennt bedienen. Die mittlere von sieben Stufen ist nach flotten 2.08 Minuten fertig. Dabei wird die verbleibende Zeit als Countdown auf dem Display heruntergezählt. Eine Besonderheit ist die Vorwahl der Brotsorte. Das Gerät bietet sieben Optionen von Weißbrot über Muffin, Körnerbot, Waffeln und Glutenfrei bis zu Süßgebäck und Bagel an. Letzterer lässt sich aber nicht einseitig rösten. Die gemessenen Temperaturen liegen im Mittelfeld – 430 °C am Heizdraht, 85 °C oben und 125 °C am stabilen Aufsatz, von dem Gastroback für den Preis noch einen zweiten hätte mitliefern können. Fazit: Ein Top-Toaster für Familie und WG. Abmessungen: 30 × 29 × 23,5 Leistung: 950 Watt Länge Netzkabel: 18 cm Anzahl Brotfächer: 4 Brotfach Länge x Breite x Tiefe: 14 × 3,2 × 11 cm Röstaufsatz: mitgeliefert Was kostet das? UVP 125 Euro; Straßenpreis ca. 105 Euro. Langschlitztoaster / Anzahl Schlitze 1 / 950 Watt / herausnehmbare Teile / Höhe 19,8 cm / Breite 8,9 cm / Tiefe 38,2 cm / Metall Der Volcano5 spuckt nicht nur recht gleichmäßig gebräunte Brotscheiben aus, er ist auch der einzige Toaster im Test, den man werksseitig mit seinem Lieblingsmotiv bedrucken lassen kann. Der Hersteller nimmt dafür 50 Euro Aufschlag auf den Basispreis von 179,99 Euro. Wir überließen dem Unternehmen die Motivwahl und bekamen den Toaster mit einem ziemlich kitschigen Wüstenfoto. Technisch ist der Ritter auf der Höhe der Zeit, steht für das schmalste Langschlitzgerät im Test erstaunlich stabil und liefert solide Werte: Für die Normalbräunung benötigt er 2.32 Minuten, wird am Heizdraht 360 °C heiß, oben 90 °C und auf dem integrierten sehr langen aber ebenso schmalen Röstaufsatz gute 133 °C. Nach einer Krümelschublade haben wir vergeblich gesucht. Fazit: Ein teurer, individuell bedruckbarer Toaster mit zwei Mankos: Sandwiches bleiben oben ungetoastet und der Schlitz ist mit nur 2,3 Zentimetern zu eng für Brötchenhälften. Abmessungen: 9 × 38,5 × 20 cm Leistung: 1000 Watt Länge Netzkabel: 110 cm Anzahl Brotfächer: 1 Langschlitz Brotfach Länge x Breite x Tiefe: 25,5 × 2,3 × 11,5 cm Röstaufsatz: integriert Was kostet das? UVP 179 Euro; mit Wunschmotiv ab Werk 249 Euro. 2-Scheiben-Toaster / 1.600 Watt / Höhe 24 cm / Breite 32 cm / Tiefe 34 cm / Edelstahl / Brötchenaufsatz Wilfa benennt seinen Toaster schlicht nach dessen Haupteinsatzgebiet: Mit ihm kann die ganze Familie zügig, wir haben 2.46 Minuten gemessen, mit frisch geröstetem Brot versorgt werden. Das Vierschlitzgerät hat zwei getrennt auf der Vorderseite einstellbare Doppelfächer, die Bedienung ist mit großen Drehreglern (sieben Stufen) und je einer Stopp- und Auftautaste kinderleicht. Für die Aufwärmfunktion gibt es keine Taste, sie wird in der Nullstellung des Temperaturreglers gestartet. Das Design aus mattweißem Kunststoff und Chrom gehört zu den gefälligsten im Test. Allein der mickrig-wackelige Röstaufsatz (dort kommen 120° C an) ist eine Zumutung. Dafür bleibt das Gehäuse mit 62 °C anfassbar. Die Heizdrähte werden mit 380 °C heiß genug. Bei American Sandwiches bleibt ein gutes Drittel der Scheibe ungetoastet. Buttertoasts dagegen bräunt der Wilfa vorbildlich. Fazit: Ein bildschöner Familientoaster. Abmessungen: 28,8 × 27,2 × 20,7 cm Leistung: 1600 Watt Länge Netzkabel: 70 cm Anzahl Brotfächer: 4 Brotfach Länge x Breite x Tiefe: 13 × 3,2 × 12 cm Röstaufsatz: mitgeliefert Was kostet das? 99 Euro Über welche Produkte wir im Tests-Ressort berichten und welche wir testen oder nicht, entscheiden wir selbst. Für keinen der Testberichte bekommen wir Geld oder andere Gegenleistungen von den Herstellern. Es kann aus verschiedenen Gründen vorkommen, dass wir über Produkte nicht berichten, obwohl uns entsprechende Testprodukte vorliegen. Testgeräte und Rezensionsexemplare von Spielen werden uns in der Regel kostenlos für einen bestimmten Zeitraum vom Hersteller zur Verfügung gestellt, zum Teil auch vor der offiziellen Veröffentlichung. So können unsere Testberichte rechtzeitig oder zeitnah zur Veröffentlichung des Produkts erscheinen. Vorabversionen oder Geräte aus Vorserienproduktionen testen wir nur in Sonderfällen. In der Regel warten wir ab, bis wir Testgeräte oder Spielversionen bekommen können, die mit den Verkaufsversionen identisch sind. Wenn sie bereits im Handel oder online verfügbar sind, kaufen wir in einigen Fällen auf eigene Kosten Testgeräte. In der Regel werden Testgeräte nach dem Ende des Tests an die Hersteller zurückgeschickt. Die Ausnahme sind Rezensionsexemplare von Spielen und langfristige Leihgaben: So haben wir zum Beispiel Spielekonsolen und Smartphones in der Redaktion, die wir über längere Zeit nutzen dürfen, bevor sie zurückgegeben werden. So können wir beispielsweise über Softwareupdates, neues Zubehör und neue Spiele berichten oder Langzeiturteile fällen. Oft werden solche Produkte und Rezensionsexemplare zum Beispiel am Ende eines Jahres gesammelt und im Rahmen eines firmeninternen Flohmarktes verkauft, wobei die Erlöse für gemeinnützige Zwecke gespendet werden. Teilweise werden Rezensionsexemplare auch direkt an gemeinnützige Einrichtungen gespendet. In Artikeln des Tests-Ressorts finden sich sogenannte Affiliate-Anzeigen, die Links zu Onlineshops enthalten. Besucht ein Nutzer über einen solchen Link einen dieser Shops und kauft dort ein, wird DER SPIEGEL, aber nie der Autor individuell, in Form einer Provision an den Umsätzen beteiligt. Die Anzeigen tauchen in Artikeln unabhängig davon auf, ob ein Produkttest positiv oder negativ ausfällt. Eine ausführliche Erklärung zu Affiliate-Links finden Sie, wenn Sie auf diesen Link klicken.