Nachrichtenpodcast: Hat sich Infantino mit seinen Fifa-Plänen verkalkuliert?

Datum01.08.2026 06:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDie FIFA hat Pläne aufgegeben, Anteile an einer neuen Tochtergesellschaft zu verkaufen, die Fußballturniere vermarkten sollte. Dies wurde kritisiert und führte zu Boykottdrohungen der UEFA, aus Sorge vor übermäßiger Kommerzialisierung. Die deutsche Videoplattform Wedium startet als europäische TikTok-Alternative mit Fokus auf Jugendschutz und Datenschutz.

InhaltDie Fifa wollte Anteile an eine Vermarktungsgesellschaft verkaufen. Welche Folgen hätte das für den internationalen Fußball gehabt? Und: eine neue Alternative zu TikTok Die Fifa hat geplant, eine neue Tochtergesellschaft zu gründen, die künftig alle Fußballturniere organisieren und vermarkten sollte. 20 bis 30 Prozent der Anteile sollten an private Investoren verkauft werden. Damit wollte der Weltverband zusätzliche Einnahmen erzielen, von denen auch die nationalen Fußballverbände profitieren sollten. Die Pläne stießen auf Kritik. Die Uefa, die nord- und mittelamerikanische Concacaf sowie der asiatische Fußballverband lehnten das Vorhaben ab. Dabei drohte die Uefa mit einem Boykott der Weltmeisterschaften, falls die Pläne umgesetzt würden. Kritiker befürchteten, dass die Fifa den Fußball immer stärker kommerzialisiert und damit ihren eigentlichen Auftrag aus den Augen verliert. Fifa-Präsident Gianni Infantino gab nun bekannt, das Vorhaben aufzugeben. Ob Infantino sich mit seinen Plänen verschätzt hat und welche Folgen die Pläne für den internationalen Fußball gehabt hätten, erklärt Fabian Scheler, Redakteur im Sportressort der ZEIT. Mit Wedium ist eine neue deutsche Videoplattform gestartet, die eine europäische Alternative zu TikTok bieten will. Entwickelt wurde die App von einem Berliner Elternteam. Dabei setzt Wedium nach eigenen Angaben auf mehr Jugendschutz, Datenschutz und eine verifizierte Community. Die Plattform will verhindern, dass Hass, Hetze und Falschinformationen durch den Algorithmus verstärkt werden. Nutzer sollen zwischen verschiedenen Feeds wählen können, darunter auch einen, der bewusst andere Perspektiven zeigt. Kinder und Jugendliche ab 13 Jahren sollen die App nur mit einem Konto nutzen können, das mit einem Erwachsenen verbunden ist. Wie die Chancen stehen, dass Wedium sich gegen die etablierten sozialen Netzwerke durchsetzt, erläutert Johanna Jürgens, Redakteurin im Wirtschaftsressort der ZEIT. Und sonst so? Tipps gegen Langeweile im Stau Moderation und Produktion: Hanna Heim Redaktion: Imre Balzer Mitarbeit: Susanne Hehr, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.