Datum01.08.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRTrotz Hochsommer laufen die Vorbereitungen für Weihnachten auf Hochtouren. Süßwarenproduzenten wie die Wilhelm Eberhardt Back- und Schokoladenfabrik bestellen Rohstoffe und Verpackungen für Schoko-Nikoläuse und Gebäck bereits nach Ostern. Auch Weihnachtsbaumproduzenten beginnen im Sommer mit der Auszeichnung der Bäume für den Verkauf, der voraussichtlich teurer wird. In Frankfurt wird bereits der Weihnachtsmarkt für den 23. November geplant, inklusive Baumsuche und Buchungen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Countdown zum Fest“. Lesen Sie jetzt „Trotz Hochsommer Weihnachten im Blick: Vorbereitungen laufen“. Die Verpackungen für die Schoko-Nikoläuse müssen bestellt und Kakao eingelagert werden: Trotz Sommerhitze und bestem Schwimmbadwetter wird im Odenwald bereits für Weihnachten geplant. "Man muss mit den Gedanken voraus sein", sagt Helmut Gräber, Inhaber der Wilhelm Eberhardt Back- und Schokoladenfabrik in Reichelsheim-Beerfurth. Produziert werden hier Schokoladenfiguren, Odenwälder Lebkuchen und Weihnachtsgebäck - ab Ende August. Damit dies und die Auslieferung ab September reibungslos abläuft, müssen die Vorbereitungen bereits nach Ostern beginnen, sagt Gräber. Verpackung und Rohstoffe müssten immer früher und aufwendiger beschafft werden. Die Kakaopreise verfolge er das ganze Jahr über, um zu einem möglichst guten Zeitpunkt bestellen zu können. Auch die Produzenten von Weihnachtsbäumen müssen das Fest im Dezember selbst im Hochsommer im Blick haben. "Bei uns ist das ganze Jahr Vorbereitung auf Weihnachten", sagt Holger Schneider vom Arbeitskreis Hessischer Weihnachtsbaum. In diesen Tagen beginne die Auszeichnung der Bäume, die in den Verkauf gehen werden. Die Tannen stünden dank vielen Regens im Frühjahr "top da". Nicht so die im Frühjahr neu angepflanzten Bäumchen: "Die lassen die Triebe hängen und fangen an, braun zu werden." Er werde im Herbst nachpflanzen, sagt Schneider. Die Nordmanntannen werden laut Schneider wegen gestiegener Kosten voraussichtlich etwas teurer sein als im Vorjahr. Der erwartete Preiskorridor liege zwischen 25 bis 33 Euro pro Meter. Trotz Sommerhitze wird in Frankfurt fleißig der große Weihnachtsmarkt geplant. Das sei ebenfalls eine ganzjährige Angelegenheit, sagt Sabine Gnau von der Tourismus- und Congress GmbH. Denn es gibt viel zu tun: Unter anderem muss ein repräsentativer Weihnachtsbaum für den Römerberg gefunden und die Bestellung der Glühwein-Tassen frühzeitig aufgegeben werden. Künstler und Künstlerinnen sowie Chöre für die Bühne müssen gebucht, Flyer und Plakate gedruckt werden. Und so richtig lang ist es dann auch nicht mehr hin: In nicht einmal vier Monaten wird der Frankfurter Weihnachtsmarkt eröffnet - am 23. November geht es los. © dpa-infocom, dpa:260801-930-469421/1