Bakterien: Ehec-Welle: Auch Fälle in Schleswig-Holstein

Datum16.10.2025 10:20

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Ehec-Infektionswelle hat Schleswig-Holstein erreicht, mit 14 bestätigten Fällen, darunter ein schwerer Erkrankungsfall und sieben Hospitalisierungen, berichtet Helmut Fickenscher vom UKSH. In Mecklenburg-Vorpommern sind bereits 126 Menschen erkrankt. Der Erregerstamm ist derselbe wie in Nordrhein-Westfalen. Ehec-Bakterien, die vor allem von Wiederkäuern stammen, können durch Kontakt mit Tieren oder kontaminierte Lebensmittel übertragen werden und schwere gesundheitliche Folgen wie das hämolytisch-urämische Syndrom auslösen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bakterien“. Lesen Sie jetzt „Ehec-Welle: Auch Fälle in Schleswig-Holstein“. Die Ehec-Infektionswelle in Mecklenburg-Vorpommern hat Schleswig-Holstein erreicht. Aktuell würden im Land 14 Fälle damit in Verbindung gebracht, sagt der Chefvirologe am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel, Helmut Fickenscher, der Deutschen Presse-Agentur. Ein Mensch sei schwer erkrankt, sieben Patienten seien ins Krankenhaus gekommen. Zuvor hatten die "Kieler Nachrichten" berichtet. Im Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern waren nach früheren Angaben des Landesamts für Gesundheit und Soziales (LAGuS) Anfang Oktober 126 Menschen an einer Ehec-Infektion erkrankt - darunter 65 bestätigte Fälle und 61 Verdachtsfälle. Laut Analyse des Robert Koch-Instituts (RKI) gehen auch Erkrankungen in Nordrhein-Westfalen auf den gleichen Erregerstamm zurück wie in Mecklenburg-Vorpommern. Ehec steht für Enterohämorrhagische Escherichia coli – bestimmte krank machende Stämme eines Darmbakteriums, die vor allem bei Wiederkäuern vorkommen und bei Menschen insbesondere Durchfall auslösen können. Die Bakterien können auf verschiedenen Wegen übertragen werden, unter anderem durch direkten Kontakt zu Tieren oder durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel. In besonders schweren Verläufen kann es zum hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS) kommen, das zu Blutgerinnungsstörungen und Nierenversagen führen kann. © dpa-infocom, dpa:251016-930-168559/1