Datum31.07.2026 23:48
Quellewww.zeit.de
TLDRSchwere Unwetter haben Deutschland heimgesucht, mit einem Todesfall und Vermissten in der Sächsischen Schweiz, wo ein Mann von einem Baum erschlagen wurde. Hunderte Einsätze verzeichneten Polizei und Feuerwehr bundesweit aufgrund entwurzelter Bäume, überfluteter Straßen und Hagel. Besonders betroffen waren Sachsen, Stuttgart und Hamburg. In der Sächsischen Schweiz läuft eine großangelegte Suche nach eingeschlossenen Personen, die durch das schwierige Gelände und Dunkelheit erschwert wird. Stuttgart und Hamburg meldeten zahlreiche Sturmschäden, aber keine Verletzten.
InhaltIn Sachsen wurde nach Angaben der Polizei ein Mann von einem Baum erschlagen. Auch in Stuttgart und Hamburg sind Rettungskräfte wegen Gewitterschäden im Einsatz. Schwere Hitzegewitter mit Sturmböen und Hagel haben in mehreren Teilen Deutschlands Bäume entwurzelt und Straßen überflutet. Polizei und Feuerwehr rückten im Norden, Osten und Süden des Landes zu Hunderten von Einsätzen aus. Ein Mann starb, zahlreiche weitere Menschen sind noch vermisst. In der Sächsischen Schweiz wurde bei einem Unwetter nahe der Felsenbühne in Rathen ein Mann von einem Baum erschlagen, drei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Ein Sprecher der Rettungsleitstelle Dresden sagte, das Unglück habe sich in einem Zugangsweg zur Felsenbühne in Rathen ereignet. Die Einsatzkräfte vermuten, dass noch mehrere Menschen von Bäumen eingeschlossen sind. Das Gelände dort ist felsig. Die Polizei sucht mit Hubschraubern und Wärmebildkameras nach Vermissten, aber die Dunkelheit erschwert die Arbeit der Einsatzkräfte. Die Lage sei sehr unübersichtlich, sagte ein Polizeisprecher. Der Luftkurort Rathen liegt direkt an der Elbe, nahe der bekannten Felsenformation Bastei. In dem Ort befindet sich auch die Felsenbühne, eines der größten Freilichttheater Sachsens. Die Felsenbühne sagte bis Montag alle Vorstellungen ab. Auch in Stuttgart und Hamburg hielten schwere Gewitter die Feuerwehren auf. In Stuttgart stürzten Bäume auf Autos, Stromleitungen und Straßen. Unterführungen wurden überflutet. Die Feuerwehr zählte etwa 50 Einsätze, die nach Dringlichkeit abgearbeitet wurden. In Hamburg rückte sie zwischen 18.30 und 21 Uhr zu 85 Einsätzen wegen Wasser aus. Bei zwölf weiteren Einsätzen drohten Zäune oder Dachziegel zu fallen. Besonders betroffen waren die Randgebiete im Süden und Norden der Stadt. Der Deutsche Wetterdienst hatte für Baden-Württemberg kräftige Niederschläge und Sturmböen angekündigt. Möglich waren örtlich schwere Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde, Hagel mit Korngrößen um zwei Zentimeter und Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter, vereinzelt bis zu 40 Litern. Für Hamburg veröffentlichte der Wetterdienst eine amtliche Unwetterwarnung. Nach aktuellem Stand meldeten die Feuerwehren in Stuttgart und Hamburg keine Verletzten.