Datum31.07.2026 19:07
Quellewww.zeit.de
TLDRUS-Präsident Trump hat bestritten, mit FIFA-Chef Infantino über Investorenpläne des Weltverbandes gesprochen zu haben. Diese Pläne, die eine Milliardensumme durch den Verkauf von Weltmeisterschaftsrechten einspielen sollen, stoßen auf heftigen Widerstand. Die UEFA droht mit einem Boykott, während sich auch andere Kontinentalverbände distanzieren. Ein Berater Infantinos ist zurückgetreten. Der Technologieinvestor Joshua Kushner soll die Investorengruppe anführen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fußball“. Lesen Sie jetzt „Trump: Nicht mit Infantino über Investorenpläne gesprochen“. US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Worten nicht mit FIFA-Chef Gianni Infantino über die Investorenpläne des Fußball-Weltverbandes gesprochen. Das sagte Trump auf eine entsprechende Journalistenfrage während einer Sitzung seines Kabinetts in Camp David. Weiter äußerte er sich nicht dazu. Die FIFA hatte die Pläne in dieser Woche vorgestellt, seitdem formiert sich heftiger Widerstand dagegen. So hat die Europäische Fußball-Union mit einem Boykott von FIFA-Wettbewerben durch ihre 55 Mitgliedsverbände gedroht. Auch der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Kontinentalverband Concacaf und der asiatische Dachverband AFC sind auf Distanz gegangen. Ein hochrangiger Berater von Infantino ist zurückgetreten, der FIFA-Betriebsdirektor erklärte, es handele sich um das Projekt einer Person. Die FIFA hatte mitgeteilt, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einspielen zu wollen. Nach Angaben der britischen Zeitung "Times" führe Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet ist, Gespräche darüber, den Einstieg über seinen Fonds Thrive Eternal anzuführen. Ein FIFA-Sprecher bestätigte, dass erwartet wird, dass Thrive die Führung der geplanten Investorengruppe übernehmen werde. Die FIFA arbeitet nach Angaben des Sprechers bei ihren Plänen mit der Investmentbank JPMorgan zusammen. Ob es für die Pläne derzeit noch eine Mehrheit unter den weltweit 211 Mitgliedsverbänden der FIFA geben würde, ist offen. © dpa-infocom, dpa:260731-930-468664/1