Datum31.07.2026 18:03
Quellewww.zeit.de
TLDRRegisseur Wim Wenders hat sich bei Nastassja Kinski für eine Nacktszene im Film "Falsche Bewegung" entschuldigt und diese auf ihren Wunsch hin aus dem Film geschnitten. Kinski, die zum Drehzeitpunkt 13 Jahre alt war, beanstandete die Szene seit Jahren. Wenders räumte ein, dass Kinski besser hätte geschützt werden müssen. Der Film ist derzeit nicht mehr öffentlich zugänglich.
InhaltIm Streit um eine Nacktszene haben sich der Regisseur Wim Wenders und die Schauspielerin Nastassja Kinski geeinigt. Kinski war während des Filmdrehs 13 Jahre alt. Schauspielerin Nastassja Kinski und Regisseur Wim Wenders haben den Streit um eine Nacktszene im Film Falsche Bewegung beendet. "Wim Wenders hat sich bei Nastassja Kinski entschuldigt und ist ihrem Wunsch nachgekommen, die von ihr beanstandete Szene aus dem Film zu schneiden", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden, die auf der Webseite der Wenders Stiftung veröffentlicht wurde. Beide verbinde der Wunsch, dass die Erinnerung an den Film künftig nicht länger von dem Konflikt überschattet und auch der lange freundschaftliche Umgang wiederhergestellt werde. Kinski war im Alter von 13 Jahren in einer Szene des Films von 1975 mit nacktem Oberkörper zu sehen. "Obwohl ich mit 13 noch nicht so viel wusste, habe ich schon gemerkt, dass das nicht in Ordnung war", sagte die Schauspielerin in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung im Mai. Nach eigenen Angaben bittet Kinski Wenders seit 15 Jahren darum, die Nacktszene aus dem 1974 gedrehten Film zu entfernen. Ihr Anwalt Christian Schertz hatte gesagt, dass Wenders ein persönliches Gespräch mit Kinski zu der Szene "bereits seit Jahren verweigert" habe. In diesem Jahr hatte der Regisseur beim Deutschen Filmpreis dann über die Vorwürfe gesprochen. Zwar würde er dies "heute nie mehr so machen" – die Szene wolle er aber dennoch nicht löschen. Seinem damaligen jungen Ich könne er "keinen Vorwurf machen". Nach anhaltender Kritik teilte Wenders’ Stiftung schließlich mit, Streaming-, Fernseh- und Vertriebspartner seien angewiesen worden, den Film nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen. Wenders bat Kinski um Entschuldigung: "Als einziger der damals für Falsche Bewegung handelnden Verantwortlichen, der noch da ist, sehe ich, dass Nastassja Kinski damals hätte besser beschützt werden müssen. Dafür bitte ich Dich um Entschuldigung, Nastassja, ohne Wenn und Aber". Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.