Datum31.07.2026 15:25
Quellewww.zeit.de
TLDRNRW-Innenminister Herbert Reul mahnt die CDU zur Mäßigung in der Führungsdebatte um Friedrich Merz. Angesichts steigender Umfragewerte der AfD und politischer Abwendung von Bürgern sei interne Streiterei kontraproduktiv. Stattdessen solle die Partei liefern und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Reul zeigte sich genervt von Fragen, was Merz von Hendrik Wüst lernen könne. Merz hatte eine Personalrochade vorgenommen, die zu Unmut innerhalb der CDU führte, insbesondere der Austausch von Verkehrsminister Patrick Schnieder.
InhaltSeine Personalrochade hat dem Kanzler CDU-intern viel Kritik eingebracht. Daran geht dem nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul manches zu weit. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) empfiehlt seiner Partei, in der Führungsdebatte um Kanzler Friedrich Merz innezuhalten und sich auf das Wesentliche zu besinnen. "Ich kann es schwer ertragen, wie wir miteinander reden", sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. "In einer Zeit, wo die AfD Stimmen sammelt, die Menschen sich von der Politik abwenden, ist kein Zeitpunkt für Streitereien untereinander", mahnte er. "Wir müssen liefern und nicht streiten." Auf die Frage, was Merz von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und dessen schwarz-grüner Landesregierung lernen könne, reagierte der 73-jährige Reul genervt. In seinem Alter habe er "keine Lust mehr", solche Fragen zu beantworten oder Anderen zu sagen, wie sie es besser machen müssten, sagte er. Merz hatte den Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) für einen umfangreichen Umbau in Fraktion, Regierung und Partei genutzt. Mit der Ernennung dreier neuer Bundesminister und der Wahl des bisherigen Kanzleramtschefs Thorsten Frei zum neuen Unionsfraktionschef konnte der Kanzler den größten Teil seiner Personalrochade am Mittwoch abschließen. Vor allem der Austausch von Verkehrsminister Patrick Schnieder befeuerte Unmut in Merz' eigener Partei. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.