Pressestimmen zum Streit zwischen Fifa und Uefa: »Es herrscht maximale Eskalationsstufe«

Datum31.07.2026 07:44

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie UEFA droht mit einem Boykott von FIFA-Turnieren, sollte Gianni Infantinos Investorenpläne für die Weltmeisterschaft umgesetzt werden. Internationale Medien sprechen von einer "totalen Krise" und "maximaler Eskalationsstufe". Die Uefa-Mitglieder stellen sich geschlossen gegen Infantinos Vorhaben, Einnahmen durch den Verkauf von Anteilen zu generieren, und fordern teilweise Infantinos Rücktritt. Der Konflikt spitzt sich zu, da es der FIFA schwerfällt, ihre Pläne gegen den Widerstand Europas durchzusetzen.

InhaltEs ist ein Konflikt, wie ihn der Weltfußball noch nicht gesehen hat. Die Uefa-Mitglieder stellen sich gegen die Investorenpläne der Fifa und drohen mit Boykott. Die Kommentare internationaler Medien zum Streit der Verbände. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) droht im Machtkampf mit Gianni Infantino mit einem Boykott aller Fifa-Turniere, sollte der Präsident des Weltverbandes seinen Investoren-Deal durchdrücken. In der Fußballwelt ist von "totaler Krise" die Rede, auch Infantinos Rücktritt wird gefordert. Die internationalen Pressestimmen im Überblick. "The Guardian": "Eine knapp zweistündige Krisensitzung endete mit einer einheitlichen Haltung, obwohl zuvor befürchtet worden war, dass kleinere Länder, angelockt durch die im Rahmen von Infantinos Plan angebotenen Gelder, sich dafür aussprechen würden. Das bedeutet, dass Infantino vor einer schwierigen Aufgabe steht, um seinen Plan voranzubringen." "The Sun": "Infantino erhält eine Lektion: Infantinos verabscheuungswürdiger WM-Plan ist gescheitert, da immer mehr Länder ihn ablehnen – und dem verhassten Fifa-Chef droht auch die Entlassung." "Daily Star": "Gianni Infantinos WM-Pläne liegen in Trümmern." "Mirror": "Gianni Infantino muss gehen. Für den Fifa-Chef gibt es nach seiner brutalen Reaktion auf die WM-Pläne kein Zurück mehr." "The Telegraph": "Viel Glück beim Verkauf von Anteilen an einer Weltmeisterschaft ohne England, Spanien oder Frankreich. Die "nukleare Option" eines Boykotts war die einzig angemessene Reaktion auf Gianni Infantinos Unverschämtheit" "RMC SPORT": "Offener Krieg: Die Uefa wird die Weltmeisterschaft boykottieren, falls das umstrittene Fifa- und Infantino-Projekt realisiert wird." "L'Équipe": "Die Drohung mit einem Boykott. Das von Fifa-Präsident Gianni Infantino zur Steigerung der Einnahmen befürwortete Projekt hat in Europa heftige Kritik hervorgerufen. Die europäischen Verbände haben nun beschlossen, ihren Worten Taten folgen zu lassen." "Le Parisien": "Eine Bombe! Während Gianni Infantinos Projekt, die Fifa über ein kommerzielles Unternehmen für private Investoren zu öffnen, einen regelrechten Tsunami in der Fußballwelt ausgelöst hat, gab die Uefa bekannt, dass ihre 55 Mitgliedsverbände einstimmig beschlossen haben, den Boykott der Weltmeisterschaft zu unterstützen." "Gazzetta dello Sport": "Die Uefa führt einen totalen Krieg gegen Infantino. Die europäischen Verbände haben eine schockierende Entscheidung getroffen." "Corriere dello Sport": "Uefa fordert Fifa heraus: Der Konflikt hat eine beispiellose Eskalation erreicht. Frontalzusammenstoß zwischen dem europäischen Fußball und Gianni Infantino." "Blick": "Machtkampf im Fußball. (...) Die Uefa legt sich mit dem von Gianni Infantino geführten Weltverband, der Fifa, an. Es herrscht maximale Eskalationsstufe." "Tagesanzeiger": "Gianni Infantino droht wegen der Europäer der Super-Gau." "AS": "Uefa-Boykott der Fifa: Die von Aleksander Čeferin geführte Organisation hat Infantino eine deutliche Warnung ausgesprochen. (...) Diese harte Ankündigung verschärft den Konflikt in der Fußballwelt, nachdem die Fifa ihre Absicht geäußert hatte, Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen." "Mundo Deportivo": "Im Fußball ist eine totale Krise ausgebrochen." "Marca": "Die Uefa setzt ihren Krieg mit der Fifa fort, nachdem sie aus den Medien von Gianni Infantinos Plan erfahren hat, einen Teil der Weltmeisterschaft an ein Unternehmen zu verkaufen, um den Wettbewerb zu vermarkten."