Datum31.07.2026 04:00
Quellewww.zeit.de
TLDRLebensmittelkontrolleure in Baden-Württemberg schlossen 2025 weniger Betriebe (725) als im Vorjahr (956). Dies trotz einer geringeren Anzahl von Kontrollen. Bei Beanstandungen dominierten Hygiene (65%) und falsche Kennzeichnungen (20%). 86% der Betriebe zeigten keine Mängel. Stadt- und Landkreise sind für die Kontrollen zuständig, während Laboruntersuchungen zentral erfolgen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Lebensmittelüberwachung“. Lesen Sie jetzt „Meist Hygieneprobleme - Kontrolleure schließen weniger Läden“. Lebensmittelkontrolleure haben im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg weniger Betriebe wegen ekelerregender Zustände geschlossen als noch im Jahr zuvor. 2025 wurden in 725 Fällen Betriebsschließungen verhängt, wie aus dem Jahresbericht der Lebensmittelüberwachung hervorgeht, den Landwirtschaftsministerin Marion Gentges (CDU) am Freitag in Fellbach bei Stuttgart vorstellen will. 2024 mussten die Kontrolleure noch in 956 Fällen zu diesem äußersten Mittel greifen. Allerdings wurde 2025 auch weniger Betriebe kontrolliert als noch im Vorjahr. Insgesamt überprüften die Kontrolleure im vergangenen Jahr rund 60.000 Betriebe und stellten rund 8.400 Verstöße fest. Diese seien von den Verantwortlichen häufig sofort abgestellt worden. Passiere das nicht, würden weitere Maßnahmen ergriffen - bis hin zur Betriebsschließung. Die Verantwortlichen können zudem Bußgelder oder Strafanzeigen bekommen. Zudem würden Betriebe mit Verstößen häufiger kontrolliert und unter bestimmten Bedingungen im Internet veröffentlicht. Bei 86 Prozent aller kontrollierten Betrieben war dem Bericht zufolge alles in Ordnung. Bei den Betrieben, wo die Kontrolleure etwas zu bemängeln hatten, waren in fast zwei Drittel aller Fällen (65 Prozent) Hygieneprobleme ein Thema. Falsche Kennzeichnungen registrierten die Kontrolleure in 20 Prozent der Fälle. Für die Kontrollen sind die Stadt und Landkreise zuständig. Die Proben werden dann in den vier chemischen und Veterinäruntersuchungsämtern in Freiburg, Karlsruhe, Sigmaringen und Stuttgart untersucht. © dpa-infocom, dpa:260731-930-463920/1