Datum30.07.2026 19:43
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie Stuttgarter Influencerin Hanadi Diab hat nach einem Bußgeld von 36.000 Euro wegen unzureichender Werbekennzeichnung Insolvenz angemeldet. Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) hatte festgestellt, dass Diab bezahlte Kooperationen auf Instagram nicht oder nicht erkennbar als Werbung gekennzeichnet hatte. Trotz des Insolvenzverfahrens kann die 39-Jährige ihre Tätigkeit fortsetzen. Diab hatte die Vorwürfe zuvor zurückgewiesen.
InhaltWaren ihre Werbehinweise wegen der Schriftfarbe nicht erkennbar? Dafür hat die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg die Influencerin Hanadi Diab abgestraft. Die hat nun Insolvenz angemeldet. Die Stuttgarter Influencerin Hanadi Diab hat Insolvenz angemeldet – nach einem Bußgeld aufgrund von wiederholt fehlenden Werbekennzeichnungen. Am 3. Juli wurde ein Regelinsolvenzverfahren eröffnet, wie eine Sprecherin des Amtsgerichts Stuttgart mitteilte. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) ein Bußgeld in Höhe von 36.000 Euro gegen die Influencerin verhängt hatte. Es sei das höchste Bußgeld, das in Baden-Württemberg bislang gegen eine Influencerin oder einen Influencer verhängt wurde, hatte ein LFK-Sprecher erklärt. Nach Angaben der Landesanstalt hatte Diab zwischen Mai und Juli 2025 mehrere bezahlte Kooperationen in Instagram-Storys nicht oder nicht ausreichend als Werbung gekennzeichnet. Dafür habe sie Geld und Sachleistungen erhalten. Teilweise seien Beiträge gar nicht als Werbung gekennzeichnet gewesen, teilweise sei der Werbehinweis für Nutzer nicht auf den ersten Blick erkennbar gewesen. Die "Stuttgarter Zeitung"" und die "Stuttgarter Nachrichten" hatten über das Insolvenzverfahren berichtet. Diabs Management wollte sich auf Anfrage nicht äußern. Die Beauty-, Mode- und Lifestyle-Influencerin erreicht mehr als 760.000 Menschen auf Instagram und knapp 139.000 auf TikTok. Trotz der Insolvenz kann die 39-Jährige ihre Tätigkeit als Influencerin fortsetzen. Der Geschäftsbetrieb sei aus der Insolvenzmasse freigegeben, sagte Insolvenzverwalter Johannes Hauser. Diab hatte die Vorwürfe in einem im April auf TikTok veröffentlichten Video zurückgewiesen. Sie sei schockiert und kennzeichne jede Kooperation, erklärte sie. Die LFK bemängele unter anderem, dass Werbehinweise wegen ihrer Schriftart und -farbe nicht ausreichend erkennbar gewesen seien. "Man sieht doch überall, dass es eine Anzeige ist", sagte die Influencerin damals.