Datum30.07.2026 19:08
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Schleifähre "Missunde III" ist nach nur wenigen Tagen erneut außer Betrieb. Sicherheitsbedenken führten zur erneuten Einstellung des Fährbetriebs zwischen Brodersby und Missunde. Bereits zuvor war die Fähre wegen technischer Probleme mit dem Fanghaken unterbrochen. Die seit Ende April verkehrende, neu in Betrieb genommene Fähre hat seitdem mehrfach ungeplante Ausfälle. Die Unterbrechungen führen zu langen Umwegen für die rund 120.000 jährlich transportierten Fahrzeuge. Eine Lösung ist derzeit nicht in Sicht.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Problemschiff“. Lesen Sie jetzt „Schleifähre "Missunde III" wieder außer Betrieb“. Nur wenige Tage nach der Wiederaufnahme des Betriebs der Schleifähre "Missunde III" ist der Verkehr über das Gewässer wieder gestoppt worden. Grund seien Sicherheitsbedenken, teilte der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark, Meeresschutz Schleswig-Holstein mit. "Leider haben die Maßnahmen, die wir zuletzt ergriffen haben, nicht den gewünschten Erfolg gezeigt", sagte die Direktorin des Betriebs, Birgit Matelski, laut der Mitteilung. Sie versicherte, dass mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet werde. Wann die Fähre wieder fahren kann, ist unklar. Erst am vergangenen Samstag war der Fährbetrieb zwischen Brodersby (Kreis Schleswig-Flensburg) und dem zu Kosel gehörenden Dorf Missunde (Kreis Rendsburg-Eckernförde) nach mehr als einwöchiger Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Zuvor hatte der Pächter wegen Sicherheitsbedenken den Verkehr eingestellt. Grund war, dass der Fanghaken beim Anlegen in bestimmten Konstellationen nicht richtig einrastete. Die elektrisch betriebene Fähre hatte erst Ende April mit einer Verzögerung von zwei Jahren den Betrieb aufgenommen. Seitdem gab es bereits mehrere ungeplante Unterbrechungen. Ausfälle bedeuten einen Umweg von fast 40 Kilometern. Zwischen Brodersby und Kosel werden pro Jahr rund 120.000 Fahrzeuge und etwa 50.000 Fahrräder übergesetzt. © dpa-infocom, dpa:260730-930-462954/1