Erdbeben in Japan: Zahl der Toten durch Erdbeben in Japan auf 34 gestiegen

Datum30.07.2026 17:18

Quellewww.zeit.de

TLDREin starkes Erdbeben in Japan, mit einer Stärke von 6,8 bis 7,1, forderte mindestens 34 Todesopfer und hinterließ erhebliche Zerstörungen auf der Insel Kyūshū. Einsturz von Gebäuden, darunter ein Einkaufszentrum und eine Papierfabrik, sowie Stromausfälle und Brände waren die Folge. Fünf Menschen schweben in Lebensgefahr. Nachbeben und extreme Hitze erschweren die Lage.

InhaltDurch das Erdbeben in Japan stürzten Häuser, Brücken und zum Teil ein Einkaufzentrum ein. Mittlerweile melden die Behörden 34 Tote, fünf Menschen seien in Lebensgefahr. Im Südwesten von Japan sind durch das schwere Erdbeben mindestens 34 Menschen gestorben. Wie die Katastrophenschutzbehörde der Region Kumamoto mitteilte, wurden sieben Tote aus dem teilweise eingestürzten Einkaufszentrum in der Stadt Kashima geborgen. Zudem seien in einer Papierfabrik in der Stadt Yatsushiro acht Menschen ums Leben gekommen. Fünf Menschen befinden der Behörde zufolge noch in Lebensgefahr. Das Erdbeben hatte die Region am Dienstagnachmittag dieser Woche erschüttert. Zur Stärke des Bebens existieren unterschiedliche Werte. Nach japanischen Angaben hatte es die Stärke 7,1, die US-Erdbebenwarte USGS meldete hingegen eine Stärke von 6,8. Mehrere Nachbeben folgten. Kurzzeitig wurde eine Tsunami-Warnung herausgegeben und im Anschluss wieder aufgehoben. Das Erdbeben verursachte auf Kyūshū, der südwestlichsten japanischen Hauptinsel, heftige Schäden. Häuser wurden beschädigt, Brücken stürzten ein, Brände brachen aus. In tausenden Haushalten fiel die Strom- und Wasserversorgung aus, immer noch sind rund 13.500 Haushalte ohne Strom. Etwa 50 Minuten nachdem das Einkaufszentrum mit dem Namen Aeon in Kashima geräumt worden war, ereignete sich dort eine heftige Explosion. Zu dem Zeitpunkt befanden sich noch mehrere Angestellte in dem Gebäude. Aufnahmen aus dem teilweise eingestürzten Gebäude zeigten Rettungskräfte, sowie Stahlstangen, herabhängende Kabel und aufgerissene Decken. In der betroffenen Region ist es derzeit extrem heiß. Für das Wochenende werden Temperaturen von 38 Grad erwartet. Hunderte ältere Einwohner in der Stadt Uki suchten Zuflucht vor der Hitze in einem Gemeindezentrum und campierten dort auf dünnen Matten auf dem Boden. Die Behörden stellten Klimaanlagen für die Notunterkünfte zur Verfügung. Fernsehaufnahmen zeigten Einwohner, die für Benzin und Wasser anstanden.  Nach dem Beben am Dienstag erschüttern zahlreiche Nachbeben die Region. In Japan gibt es regelmäßig Erdbeben. Die betroffene Präfektur Kumamoto war bereits 2016 von zwei verheerenden Beben getroffen worden. Damals kamen 273 Menschen ums Leben, mehr als 2800 weitere wurden verletzt.