Unternehmen: Betreiber der Grube Teutschenthal beantragt Insolvenz

Datum30.07.2026 17:07

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Betreiber der

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Unternehmen“. Lesen Sie jetzt „Betreiber der Grube Teutschenthal beantragt Insolvenz“. Der Betreiber der Grube Teutschenthal im Saalekreis hat die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das Amtsgericht Halle (Saale) bestellte den Hallenser Rechtsanwalt Lucas Flöther zum vorläufigen Insolvenzverwalter, wie das Unternehmen jüngst mitteilte. Die Löhne und Gehälter der rund 90 Beschäftigten seien über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Die Langzeitsicherung der Grube habe während des Verfahrens oberste Priorität. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.  Die GTS Grube Teutschenthal Sicherungs GmbH & Co. KG begründete den Schritt mit deutlich gestiegenen Kosten für die langfristige Sicherung des ehemaligen Bergwerks. Frühere geologisch-geotechnische Prognosen entsprächen nicht mehr der heutigen Situation. Trotz intensiver Verhandlungen mit dem Land Sachsen-Anhalt sei keine Einigung über eine Finanzierungslösung zustande gekommen. Der vorläufige Insolvenzverwalter kündigte Gespräche mit dem Land an. "Ich werde prüfen, wie eine wirtschaftliche Fortführung des Betriebs im Insolvenzantragsverfahren aussehen kann", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther. Dabei gehe es sowohl um die Sicherung des Bergwerks als auch um die weiterhin zuverlässige Annahme von Material der Entsorgungswirtschaft zum Versatz unter Tage. Nach Angaben der Insolvenzverwaltung befindet sich das Verfahren noch am Anfang. Flöther werde zunächst ein Gutachten für das Amtsgericht Halle (Saale) erstellen. Mit einer Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens sei Anfang Oktober zu rechnen. Die Linke im Landtag forderte unterdessen die Landesregierung auf, sicherzustellen, dass durch die Insolvenz "keine Gefahr für Mensch und Umwelt entsteht". Zudem müsse geprüft werden, mit welchen Partnern die Grube langfristig gesichert werden könne und welche Kosten damit verbunden seien. Sollte sich herausstellen, "dass hier erneut Gewinne privatisiert und Risiken sozialisiert werden, ist das ein Skandal", erklärte der umweltpolitische Sprecher Hendrik Lange. © dpa-infocom, dpa:260730-930-462501/1