Datum30.07.2026 13:01
Quellewww.zeit.de
TLDREin Mann versuchte mit seinem Fahrrad durch das Watt zur Insel Juist zu radeln, was fast einen Großeinsatz auslöste. Ein Zeuge alarmierte die Leitstelle, die eine Drohne zur Lokalisierung einsetzte. Die Wärmebildkamera zeigte, dass der Mann, bereits einen Kilometer entfernt, sein Fahrrad zurückschob. Da keine akute Gefahr bestand, wurde ein größerer Einsatz verhindert. Die Polizei nahm den Mann am Strand in Empfang. Die Feuerwehr warnt eindringlich vor Wattbegehungen ohne Begleitung, besonders bei auflaufender Flut.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Einsatz in Ostfriesland“. Lesen Sie jetzt „Mann will mit Fahrrad durchs Watt zur Insel Juist fahren“. Ein Mann, der bei Ebbe abends mit einem Fahrrad über das Watt zur ostfriesischen Insel Juist radeln wollte, hat in Ostfriesland beinahe einen größeren Rettungseinsatz ausgelöst. Ein Strandbesucher hatte am Mittwochabend entdeckt, wie der Mann sich im Watt vor Norddeich (Landkreis Aurich) mit einem Fahrrad auf den Weg Richtung Insel aufmachte, wie die Freiwillige Feuerwehr Norden mitteilte. Der Zeuge erkannte die Gefahr und alarmierte die Regionalleitstelle Ostfriesland. "Auch wenn der Mann sich frei bewegen konnte und das Wasser noch weit weg war, war dem Leitstellendisponenten klar, dass hieraus eine lebensbedrohliche Situation entstehen kann", teilte die Feuerwehr mit. Die Leitstelle alarmierte demnach zunächst eine Erkunderdrohne, die am nahegelegenen Flugplatz stationiert ist und von einem Drohnenpiloten der Feuerwehr gesteuert wird. Nach Angaben der Einsatzkräfte entdeckte die Drohne den Mann schon wenige Minuten nach dem Notruf mit Hilfe einer Wärmebildkamera – da war der Mann mit seinem Fahrrad bereits rund einen Kilometer vom Strand entfernt. Zu diesem Zeitpunkt habe der Mann das Fahrrad inzwischen durch den schlammigen Wattboden wieder zurück Richtung Deich geschoben. "Mit der Drohne war zu erkennen, dass sich der Mann körperlich in guter Verfassung befand und er seinen Spuren vom Hinweg zurück folgte", teilte die Feuerwehr weiter mit. Eine akute Gefahr habe daher nicht bestanden. Ohne den Drohneneinsatz wäre es zu einem unnötigen Großeinsatz von Feuerwehr, DLRG, Rettungsdienst und Seenotrettern gekommen, hieß es. Am Strand wurde der Mann dann von der Polizei in Empfang genommen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Er gab demnach an, er habe tatsächlich mit dem Fahrrad nach Juist fahren wollen. Nach gut einer Stunde sei der Einsatz beendet gewesen. Die Feuerwehr nahm den Fall zum Anlass, um davor zu warnen, ohne Begleitung ins Watt zu laufen – besonders, wenn die Flut aufläuft. "Ohne Begleitung kann im Ernstfall niemand rechtzeitig Hilfe holen", warnen die Einsatzkräfte. © dpa-infocom, dpa:260730-930-460625/1