Datum30.07.2026 11:25
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Niedersachsen sind in diesem Jahr bereits über 400 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben, so viele wie seit Jahren nicht. Besonders ältere Menschen sind gefährdet. Bundesweit liegt die Schätzung bei 9.800 hitzebedingten Sterbefällen. Die meisten Opfer gab es nach den heißen Tagen im Juni. Empfohlen werden Sonnenschutz, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und körperliche Schonung.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Die Hitze und ihre Folgen“. Lesen Sie jetzt „Schon mehr als 400 Hitzetote in Niedersachsen“. Über 400 Menschen sind in diesem Jahr an den Folgen der Hitze in Niedersachsen gestorben - so viele wie seit Jahren nicht. Bis zum 19. Juli gab es nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) landesweit 420 Hitzetote - nach 20 im Vorjahr. Im Jahr 2018 mit 720 Hitzetoten und 2019 mit 500 Toten starben allerdings noch deutlich mehr Menschen an den Folgen der Hitze. Sie ist laut RKI besonders für ältere Menschen gefährlich. In Bremen gab es bislang 30 Hitzetote - ein Jahr zuvor war kein einziger gezählt worden. 2018 waren es im kleinsten Bundesland sogar 70 Hitzetote, in den beiden Folgejahren waren es jeweils 40. Die meisten Opfer gab es in diesem Sommer bisher in Nordrhein-Westfalen, dort wies das RKI 2.270 Hitzetote aus. Es folgte Baden-Württemberg mit 1.870 Hitzetoten. Mit Blick auf die Einwohnerzahl lag Niedersachsen bei den Todeszahlen im unteren Mittelfeld - auf 100.000 Einwohner gerechnet starben dort 5,4 Menschen an den Folgen der Hitze. In Bremen waren es 4,3. Am höchsten war diese Quote im Saarland (33,0), in Rheinland-Pfalz (29,8) und in Hessen (21,5). Bundesweit gab es der Schätzung zufolge bisher 9.800 hitzebedingte Sterbefälle in diesem Jahr. Das sind mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Die meisten Hitzetoten in den vergangenen zehn Jahren gab es 2018 - damals waren es im gesamten Jahr bundesweit rund 9.000.Der Großteil der hitzebedingten Sterbefälle in diesem Jahr - mehr als 5.000 - geht laut RKI auf die heißen Tage in der zweiten Junihälfte zurück, als es vielerorts zu Temperaturen um 40 Grad kam. Als Faustregel für den Schutz vor Hitzegefahren gilt laut Experten: direkte Sonne meiden, viel trinken und keine zu hohe körperliche Belastung in den wärmsten Stunden des Tages. © dpa-infocom, dpa:260730-930-459939/1