Loveparade-Nachfolger »Zug der Liebe« in Berlin wegen CSD-Anschlag abgesagt

Datum30.07.2026 10:11

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie Technoparade "Zug der Liebe" in Berlin wurde abgesagt. Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin sehen sich die Veranstalter mit restriktiven Rahmenbedingungen und einem allgemeinen Angstgefühl konfrontiert, das ihrer ursprünglichen Idee eines unbeschwerten, angstfreien Protests widerspricht. Die Sicherheitslage, behördliche Auflagen sowie logistische und bürokratische Hürden machen die Durchführung in der geplanten Form unmöglich. Der "Zug der Liebe" ist ein Nachfolger der Loveparade.

InhaltDie Technoparade "Zug der Liebe" soll für einen angstfreien, unbeschwerten Protest stehen. Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin beklagen die Veranstalter nun restriktive Rahmenbedingungen. Der "Zug der Liebe" findet nicht statt. Eigentlich sollte die Techno-Parade am 15. August durch Berlin ziehen. Doch die geplante Demo werde in ihrer gewohnten Form nicht stattfinden, wie die Veranstalter mitteilten. "Die jüngsten Ereignisse rund um den CSD haben die Lage drastisch verändert", heißt es in einer Erklärung auf Instagram. Der "Zug der Liebe" ist eine Nachfolgeveranstaltung der ehemaligen Loveparade. 2010 kamen bei der Technoparade in Duisburg bei einer Massenpanik 21 Menschen ums Leben. Der "Zug der Liebe" fand seit 2015 in Berlin statt – mit ähnlichen Werten wie die Loveparade, aber in bewusster Abgrenzung zu deren Großveranstaltungs-Format. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. "Eine Durchführung des ›Zug der Liebe‹ würde in diesem Jahr massive Auflagen nach sich ziehen", heißt es in der Erklärung. Die Parade habe immer für einen unbeschwerten, angstfreien Raum des Protestes gestanden. Eine Demonstration unter dem aktuellen, allgemeinen Angstgefühl und derart restriktiven Rahmenbedingungen widersprächen der Grundidee der Veranstaltung. Neben der Sicherheitslage und den Auflagen der Stadt nennt der Veranstalter logistische Probleme und bürokratische Hürden als Gründe, warum die Technoparade in diesem Jahr nicht stattfindet. Am vergangenen Samstagabend war ein mutmaßlich islamistischer Attentäter am Berliner Tiergarten mit einem Van in eine Besuchergruppe des Christopher Street Days (CSD) gefahren . Dabei wurde eine Frau getötet, 31 Menschen wurden verletzt.