Bürgerbefragung: Vertrauen in den Staat auf Tiefststand gesunken

Datum30.07.2026 10:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDas Vertrauen der Bürger in den Staat hat einen Tiefststand erreicht. Laut einer neuen Umfrage des dbb trauen nur noch 17 Prozent dem Staat seine Aufgaben zu, während 79 Prozent ihn für überfordert halten. Beamte und Anhänger von Union, SPD und Grünen zeigen tendenziell mehr Vertrauen. Der dbb-Chef kritisierte die Ergebnisse als "Katastrophe" und forderte wirksame Reformen zur Stärkung von Wirtschaft und Sozialsystemen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bürgerbefragung“. Lesen Sie jetzt „Vertrauen in den Staat auf Tiefststand gesunken“. Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in den Staat ist nach einer neuen Umfrage auf einen Tiefststand gesunken. Laut der Bürgerbefragung im Auftrag des Beamtenbunds dbb trauen nur noch 17 Prozent dem Staat zu, seine Aufgaben erfüllen zu können. In den Vorjahren waren es 23, 25 und 27 Prozent.  79 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland meinen laut der vom Institut Forsa durchgeführten Umfrage, der Staat sei angesichts der Fülle seiner Aufgaben und Probleme überfordert. Etwas höheres Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates haben Beamtinnen und Beamten sowie - unter den Parteianhängern - die Anhänger von Union, SPD und Grünen. Ein geringeres Vertrauen haben Anhänger der AfD. dbb-Chef Volker Geyer nannte die Ergebnisse "eine Katastrophe und ein Weckruf". Am Zug sei nun die Bundesregierung. Geyer forderte Reformen, die sich positiv auf das Leben der Menschen auswirkten, "die Wirtschaftswachstum schaffen, die Sozialsysteme stärken und dafür sorgen, dass der Staat wieder besser funktioniert". © dpa-infocom, dpa:260730-930-459254/1