Datum30.07.2026 02:11
Quellewww.zeit.de
TLDRRumänien hat wegen Niedrigwassers in der Donau einen zweiten Atomreaktor vorübergehend abgeschaltet, nachdem bereits der erste Block heruntergefahren wurde. Das Atomkraftwerk Cernavodă benötigt Donauwasser zur Kühlung. Der niedrige Wasserstand, verursacht durch Hitzewellen und ausbleibenden Regen, beeinträchtigt auch die Schifffahrt und führte bereits in Ungarn zu Produktionskürzungen. Dies unterstreicht die Abhängigkeit osteuropäischer Länder von Kernenergie und die Anfälligkeit für hydrologische Bedingungen.
InhaltDer erste Reaktor des Atomkraftwerks Cernavodă in Rumänien war bereits heruntergefahren worden, nun folgt der zweite. Der Wasserstand der Donau sank auf einen Tiefstand. Rumänien hat wegen Niedigwassers in der Donau einen zweiten Atomreaktor vorübergehend abgeschaltet. Angesichts der "ungünstigen Entwicklung der hydrologischen Bedingungen" werde Reaktor 2 des Atomkraftwerks Cernavodă ab Donnerstagvormittag heruntergefahren, teilte das rumänische Energieministerium mit. Der erste Reaktor von Rumäniens einzigem Atomkraftwerk im Südosten des Landes war bereits vor einigen Tagen temporär vom Netz genommen worden. Medienberichten zufolge ist es das erste Mal, dass beide Reaktoren wegen Niedrigwasser nicht genutzt werden können. Das Atomkraftwerk benötigt das Wasser der Donau zum Kühlen. In Europa setzen neben Frankreich, das rund 65 Prozent seines Stroms aus Kernkraft bezieht, vor allem osteuropäische Länder wie Tschechien, die Slowakei und Rumänien auf Atomenergie. Der Wasserstand der Donau ist wegen mangelndem Regen und mehrerer Hitzewellen auf einen Tiefstand gesunken. Auch Ungarn musste deswegen bereits die Produktion von Atomstrom herunterfahren. In Deutschland ist der Wasserstand auch im Rhein und in der Elbe stark gesunken. Die niedrigen Pegelstände sind auch ein Problem für die Schifffahrt, die in solchen Fällen oft weniger Güter laden können.