Datum30.07.2026 01:58
Quellewww.spiegel.de
TLDREin Paar in Südfrankreich steht unter Verdacht, seine fünf Babys getötet zu haben. Der Mann entdeckte die Leichen in ihrer Wohnung in Orange und informierte die Polizei. Die 32-jährige Frau und ihr Partner wurden unter Mordverdacht in Untersuchungshaft genommen. Der Mann behauptete, nichts von den Schwangerschaften gewusst zu haben. Das Paar hat bereits zwei Kinder und gilt als unauffällig.
InhaltIn der Wohnung eines als "charmant" beschriebenen Paares in Südfrankreich lagen die Überreste von fünf Säuglingen. Der Mann hatte die grausige Entdeckung selbst gemacht. Nach dem Fund von fünf toten Babys in Südfrankreich sind die mutmaßliche Mutter und ihr Lebensgefährte in Untersuchungshaft genommen worden. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwochabend aus Ermittlerkreisen erfuhr, wird die 32-jährige Frau derzeit von den Ermittlern befragt. Auch ihr gleichaltriger Partner, durch den die toten Babys entdeckt wurden, befinde sich in U-Haft. Die Überreste von vier Babys und die Leiche eines Säuglings waren in der Wohnung des Paares im südfranzösischen Orange entdeckt worden – und zwar durch Nachforschungen des Lebensgefährten. Der 32-Jährige war laut eigener Aussage bei der Polizei beunruhigt gewesen über die sehr späte Feststellung der Schwangerschaft seiner Freundin. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gab der Mann an, "nichts von möglichen Schwangerschaften seiner Partnerin gewusst zu haben". Nach Informationen der Zeitung "Le Parisien" soll er erklärt haben, er habe sich mit seiner Frau über den Inhalt einer Kiste gestritten, in der er die verweste Leiche gefunden habe. Am Montag durchsuchte die Polizei dann die Wohnung des Paares. Ein Gerichtsmediziner geht nach Angaben der Staatsanwaltschaft davon aus, dass die gefundenen Knochen und die verweste Leiche zu fünf Säuglingen gehörten. Das als unauffällig beschriebene Paar hat bereits zwei Kinder im Alter von acht und neun Jahren. Der Mann geht einer Arbeit nach, während die Frau Hausfrau ist. Ein Nachbar aus einer angrenzenden Gasse bezeichnete den Mann und seine Partnerin als "charmante Menschen" im Alter von etwa dreißig Jahren. Sie seien vor etwa zwei Jahren in das Wohnhaus gezogen und hätten ihre beiden Kinder in der Grundschule des Viertels angemeldet. Ihm zufolge holte die Hausfrau "die Kinder mittags von der Schule ab, um mit ihnen zu essen", und der Mann "ging morgens zur Arbeit und kam abends zurück" – "ganz normale Leute eben". Die Frau hatte laut Staatsanwaltschaft am Sonntag zu Hause entbunden, ehe sie ins Krankenhaus gebracht wurde. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus am Mittwoch kam sie sofort in Untersuchungshaft. Das von ihr am Sonntag zur Welt gebrachte Baby – ein Junge – sei bei guter Gesundheit.