Datum29.07.2026 20:25
Quellewww.zeit.de
TLDRDie UN schlägt Alarm bezüglich des Ebola-Ausbruchs im Kongo, der sich exponentiell ausbreitet und die schnellste Wachstumsrate aller Zeiten aufweist. Experten fordern eine deutliche Ausweitung der Hilfsmaßnahmen, um den steigenden Fallzahlen, die sich alle 20 Tage verdoppeln, Herr zu werden. Die überlebenswichtige frühzeitige Behandlung wird betont, da bereits tausende Menschen gestorben sind.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Epidemie im Kongo“. Lesen Sie jetzt „UN: "Am schnellsten wachsender Ebola-Ausbruch aller Zeiten"“. Angesichts des sich weiter ausbreitenden Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo rufen Experten der Vereinten Nationen zu einer massiven Ausweitung der Hilfsmaßnahmen auf. "Die Zahl der Fälle steigt exponentiell an und verdoppelt sich alle 20 Tage. Dies ist ein weitaus schnelleres Wachstum als der Ausbau unserer Hilfsmaßnahmen", sagte Julien Harneis, UN-Ebola-Koordinator. "Wir müssen unsere Maßnahmen massiv verstärken, sei es bei der Versorgung mit Hilfsgütern, insbesondere mit Schutzausrüstung, Personal, medizinischem Fachpersonal und Logistikern." Eine frühzeitige Behandlung steigere die Überlebenschancen enorm, so Harneis. "Dies ist der am schnellsten wachsende Ebola-Ausbruch aller Zeiten", sagte der stellvertretende Leiter des Welternährungsprogramms WFP, Carl Skau. "Zum Vergleich: In den letzten zwei Monaten starben 1.000 Menschen. In Westafrika dauerte es acht Monate, bis 1.000 Menschen starben." In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einer Ebola-Epidemie in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben. Beim zweitschwersten erfassten Ausbruch von 2018 bis 2020 im Ostkongo starben rund 2.300 Menschen. Laut Zahlen der kongolesischen Gesundheitsbehörden sind bisher mehr als 1.400 Menschen an dem Virus gestorben. Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und insbesondere Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. © dpa-infocom, dpa:260729-930-457362/1