Datum29.07.2026 18:52
Quellewww.zeit.de
TLDREin Großbrand in einer Industriehalle, die Spraydosen recycelte, forderte drei Verletzte. Die Feuerwehr konnte das Feuer nach mehreren Stunden unter Kontrolle bringen. Verpuffungen und berstende Druckgasbehälter erschwerten die Löscharbeiten. Der Brand breitete sich auf umliegende Flächen aus, zehn Häuser wurden geräumt. Rund 150 Einsatzkräfte waren vor Ort. Brandursache und Schadenhöhe sind noch unklar.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Großbrand“. Lesen Sie jetzt „Industriehalle mit Spraydosen in Flammen - drei Verletzte“. Beim Großbrand eines Recyclingbetriebs für Spraydosen und ähnliche Druckbehälter in Neunkirchen-Wellesweiler sind drei Menschen verletzt worden. "Der Brand ist seit 16.15 Uhr unter Kontrolle", sagte ein Sprecher der örtlichen Feuerwehr weiter. Es seien Nachlöscharbeiten im Gange. "Die werden einige Stunden andauern. Das Gebäude ist nicht betretbar, auch die Dachkonstruktion ist eingestürzt." Das THW mit Baufachberatern und Spezialeinsatzkräften sei angefordert worden. Seit dem Mittag stand die Industriehalle vollständig in Flammen. Die Feuerwehr sei gegen 13.30 Uhr alarmiert worden, hieß es. Der Brandort konnte aufgrund von Verpuffungen nicht betreten werden. "Wir hatten vor Ort eine extrem starke Rauchentwicklung", sagte der Sprecher. "Druckgasbehälter oder auch Sahnesprühflaschen sind geborsten, die Knallgeräusche waren weithin hörbar." Aufgrund der heißen Temperaturen und der trockenen Bodenbedingungen habe der Brand schnell auf das umliegende Wald- und Wiesengelände übergegriffen und sich in Richtung angrenzender Gebäude ausgebreitet, hieß es. Zehn Häuser hätten geräumt werden müssen, berichtete die Polizei. Die Bewohner würden in einer Notsammelstelle versorgt. Ein Übergreifen der Flammen auf Wohngebäude oder weitere Firmen habe verhindert werden können. Die Rauchsäule sei weithin sichtbar gewesen, erklärte ein Sprecher der Polizei. Anwohner erhielten über die Warnapp Nina eine Gefahrenmeldung aufgrund der Rauchentwicklung. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben und Lüftungen sowie Klimaanlagen abgeschaltet werden. Rund 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, THW und Energieversorger waren dem Sprecher zufolge im Einsatz. Aus dem Kreis St. Wendel sei ein Löschroboter angeliefert worden. Innenminister Reinhold Jost und Landrat Sören Meng machten sich vor Ort ein Bild von den Arbeiten. Die Brandursache müsse ebenso wie die Schadenshöhe noch ermittelt werden. © dpa-infocom, dpa:260729-930-457095/1