CDU-Personalumbau: Der Regierungsumbau ist beendet, die Kritik auch?

Datum29.07.2026 17:18

Quellewww.zeit.de

TLDRDie CDU hat ihren Personalumbau abgeschlossen, Thorsten Frei ist neuer Fraktionschef. Carsten Linnemann wird Gesundheitsminister, Steffen Bilger Verkehrsminister. BMW plant weltweit den Abbau von 8.000 Stellen, vor allem im Bürobereich, als Reaktion auf die starke Konkurrenz aus China. Im Iran protestieren Hunderte Gefangene gegen Hinrichtungen und Gewalt im Gefängnis, was Amnesty International als Eskalation der Todesstrafe verurteilt.

InhaltDer Wechsel von Ministern und CDU-Fraktionschef ist offiziell. Lief der Personaltausch des Bundeskanzlers am Ende doch noch glatt? Und: BMW will 8.000 Stellen streichen. Die CDU-Bundestagsfraktion hat Thorsten Frei mit rund 92 Prozent zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Der Bundespräsident hat außerdem mehrere Minister der Bundesregierung neu ernannt. Damit ist der Personalwechsel in der Bundesregierung und innerhalb der Union zu einem vorläufigen Höhepunkt gekommen. Neuer Gesundheitsminister ist nun Carsten Linnemann, neuer Verkehrsminister Steffen Bilger, das Bundeskanzleramt wird an Nina Warken übergeben. Zuletzt hatte es scharfe Kritik an Merz’ Personalpolitik gegeben, insbesondere an seinem Umgang mit dem bisherigen Verkehrsminister Patrick Schnieder. Ob die Fraktion die Kritik an den Bundeskanzler herangetragen hat, beantwortet ZEIT-Politikredakteur Ferdinand Otto. BMW will weltweit rund 8.000 Stellen abbauen. Das ist aus Unternehmerkreisen bekannt geworden. In Deutschland soll der Abbau ohne Kündigungen ablaufen, also indem Verträge nicht verlängert werden, Mitarbeiter in Rente gehen oder Abfindungen erhalten. Betroffen sein sollen vor allem Bürojobs, nicht die Produktion. BMW ist damit der letzte große deutsche Autohersteller, der ein Sparprogramm auflegen muss. Volkswagen, Mercedes und Co. haben ihre Programme bereits im vergangenen Jahr angekündigt. Die deutsche Automobilbranche erhält insbesondere bei Elektroautos starke Konkurrenz aus China. Wieso es jetzt auch BMW trifft und wie die Bundesregierung auf diesen Druck reagiert, weiß Max Hägler aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT. Im Iran protestieren immer mehr Gefangene gegen Hinrichtungen und Gewalt in den Gefängnissen. Allein in der größten Haftanstalt des Landes sollen iranischen Menschenrechtsgruppen zufolge mehr als 1.500 Personen die Nahrung verweigern. In Videos ist zu sehen, wie sich Gefangene die Lippen zunähen lassen und Protestschilder halten. Der Iran hat die Todesstrafe zuletzt immer öfter verhängt, um vor allem Teilnehmer der Proteste im vergangenen Winter zu bestrafen. Amnesty International spricht von einer "Eskalation im Einsatz der Todesstrafe", mit der "abweichende Meinungen" unterdrückt werden sollen. Wieso das iranische Regime so brutal vorgeht, berichtet Omid Rezaee, Volontär und Iranexperte der ZEIT. Und sonst so? Sechs Gedankenspiele für die freie Zeit. Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.