Infektionen: Erstmals West-Nil-Virus in Rheinland-Pfalz nachgewiesen

Datum29.07.2026 14:20

Quellewww.zeit.de

TLDRErstmals wurde das West-Nil-Virus in Rheinland-Pfalz nachgewiesen, höchstwahrscheinlich durch einen Mückenstich im Rhein-Pfalz-Kreis. Die infizierte Person ist nicht ansteckend und war nicht im Ausland. Das Virus wird durch heimische Stechmücken übertragen und verläuft meist symptomlos. Schwerere Verläufe sind selten. Schutzmaßnahmen umfassen langärmlige Kleidung, Insektenschutzmittel und die Beseitigung von Brutplätzen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Infektionen“. Lesen Sie jetzt „Erstmals West-Nil-Virus in Rheinland-Pfalz nachgewiesen“. Eine Infektion mit dem West-Nil-Virus ist erstmals in Rheinland-Pfalz nachgewiesen worden - höchstwahrscheinlich nach einem Mückenstich im Rhein-Pfalz-Kreis. Das teilte die Kreisverwaltung mit. Die Person sei nicht ansteckend, nicht im Ausland gewesen und der Nachweis sei zufällig erfolgt.  Das durch heimische Stechmücken auf den Menschen übertragbare West-Nil-Virus ist in Teilen Deutschlands bereits verbreitet. In Berlin ist es laut einer Charité-Studie inzwischen fest etabliert.  Deutschlandweit gab es 2025 laut Robert Koch-Institut 14 West-Nil-Fälle, 49 waren es im Jahr 2024 und 16 im Jahr 2023 - infizierte Reiserückkehrer allerdings mitgezählt. Wissenschaftler gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Das Virus werde in erster Linie von Stechmücken übertragen, teilte der Kreis mit. Die Infektion verlaufe meist ohne Symptome. Nur etwa 20 Prozent der Infizierten entwickelten eine fieberhafte, grippeähnliche Erkrankung, die etwa drei bis sechs Tage andaure. Etwa eine von hundert infizierten Personen erkranke schwer. "Das West-Nil-Fieber heilt in der Regel folgenlos aus. Die Behandlung erfolgt rein symptomatisch, es gibt keine spezifische Therapie." Zum Schutz könne an Orten, an denen viele Stechmücken sind, langärmlige Kleidung getragen werden. Hilfreich sei auch die Anwendung von Insektenabwehrmitteln und Insektiziden sowie der Gebrauch von Moskitonetzen und Fenstergittern. Im Wohnumfeld sollten Mückenbrutplätze möglichst regelmäßig beseitigt werden. Warme Sommertage und ab und zu Regen sind ideal für Stechmücken. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat kürzlich wegen mehrerer Erkrankungen an West-Nil-Fieber in Südeuropa zu verstärkter Wachsamkeit aufgerufen. © dpa-infocom, dpa:260729-930-455492/1