Nicht nur in der Spree: Niedrigwasser in vielen Brandenburger Flüssen

Datum29.07.2026 14:14

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Brandenburg herrscht flächendeckend Niedrigwasser mit sinkenden Abflusswerten bei den meisten Flüssen. Die Nuthe unterschreitet bereits die Warnstufe, bei der ökohydrologische Mindestmengen für Flussökosysteme gefährdet sind. Obwohl Niedrigwasser in Sommermonaten häufig vorkommt, sind die aktuellen Ausmaße in einigen Regionen, wie an der Oder, besonders gravierend. Dort führte der niedrige Wasserstand bereits zur Einstellung der Güterschifffahrt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nicht nur in der Spree“. Lesen Sie jetzt „Niedrigwasser in vielen Brandenburger Flüssen“. Nicht nur in der Spree herrscht in Brandenburg derzeit Niedrigwasser. Ein Blick in die Daten des Landesamts für Umwelt Brandenburg (LfU) zeigt, dass beim Großteil der Flüsse im Land aktuell der Abflusswert die Warnstufe unterschreitet. An der Potsdamer Messstelle der Nuthe fließen demnach aktuell nur etwa 0,5 Kubikmeter pro Sekunde durch. Ab Werten unter 1,8 Kubikmetern gilt für diesen Fluss laut LfU die Warnstufe. Unterschreitet der Abfluss die ökohydrologische Mindestmenge, kann dies für das Ökosystem Fluss zum Problem werden. Der Wert beschreibt den Mindestwasserbedarf, der für einige Arten und Fische notwendig ist, um ihnen gute Lebensvoraussetzungen zu gewährleisten. Eine lang andauernde Unterschreitung dieses Abflusswertes kann diese Tiere bedrohen. Allerdings ist das Unterschreiten der Warnstufe keine Seltenheit. Insbesondere in den Sommermonaten trat in den vergangenen Jahren immer wieder Niedrigwasser auf. In einigen Regionen sind die Ausmaße jedoch deutlich sichtbarer als in den Vorjahren. In der Oder sanken die Pegelstände zuletzt so stark, dass die Güterschifffahrt teilweise eingestellt werden musste. © dpa-infocom, dpa:260729-930-455459/1