Rheinland-Pfalz: Am Rhein droht niedrigster je gemessener Wasserstand

Datum29.07.2026 14:12

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Rhein in Rheinland-Pfalz nähert sich dem niedrigsten je gemessenen Wasserstand von 2018 aufgrund der anhaltenden Dürre. Dies beeinträchtigt die Binnenschifffahrt erheblich; unter 40 Zentimetern Pegelstand in Kaub ist kein sinnvoller Betrieb mehr möglich. Schiffe fahren bereits mit reduzierter Ladung, was Kosten erhöht. Versorgungsengpässe bei Rohstoffen wie Kohle und Öl sind möglich, da diese per Schiff transportiert werden. Die Schifffahrt wird fortgesetzt, solange sie sicher ist.

InhaltDer Wasserstand im Rhein könnte wegen der Dürre noch tiefer sinken als beim historischen Niedrigwasser 2018. Das stellt die Binnenschifffahrt vor immense Probleme. Die lang anhaltende Dürre lässt den Wasserstand des Rheins immer weiter sinken. Der für die Binnenschifffahrt wichtige Pegel in Kaub in Rheinland-Pfalz könnte amtlichen Prognosen der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt zufolge am Donnerstag und Freitag unter den tiefsten je gemessenen Wert aus dem Jahr 2018 (25 Zentimeter) fallen. Am Mittwoch lag er nur noch bei 29 Zentimetern, was einer Wassertiefe in der Fahrrinne von 1,43 Meter entsprach. Der ausbleibende Regen hat nach Auskunft der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz bereits jetzt erhebliche Auswirkungen auf zahlreiche Wirtschaftsbranchen. "Unter einem Pegelstand von 40 Zentimetern bei Kaub ist keine sinnvolle Binnenschifffahrt mehr möglich", teilte die Organisation mit. Bereits in den vergangenen Tagen hätten Schiffe nur noch mit stark reduzierter Frachtmenge auf dem Rhein verkehren können, was die Kosten in die Höhe getrieben habe. Für den uneingeschränkten Betrieb von Großmotorschiffen müsste der Wasserstand im Rhein demnach mindestens um einen Meter ansteigen. Auch bei Niedrigwasser gebe es weiter Gütertransporte auf dem Fluss, teilte der Verband der Deutschen Binnenschifffahrt mit. Eine behördliche Sperrung des Rheins erfolge "in aller Regel" nicht, teilte der stellvertretende Geschäftsführer Fabian Spieß mit. "Die Schifffahrt fährt, solange es sicher möglich ist." Laut IHK drohen Versorgungsengpässe bei Rohstoffen wie Kohle, Rohöl und Erdgas, die typischerweise mit Schiffen transportiert werden. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.