Frauke Brosius-Gersdorf: Uni Hamburg sieht kein Plagiat bei Brosius-Gersdorfs Doktorarbeit

Datum29.07.2026 11:35

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Universität Hamburg hat nach Prüfung keine Plagiatsvorwürfe gegen die Doktorarbeit von Frauke Brosius-Gersdorf bestätigt. Die Ombudsstelle der Universität sah kein wissenschaftliches Fehlverhalten, womit das Verfahren abgeschlossen ist. Hintergrund waren Anschuldigungen angebliche Parallelen zu der Habilitationsschrift ihres Mannes. Brosius-Gersdorf war im vergangenen Jahr als Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht nominiert worden, die Wahl wurde jedoch abgesagt.

InhaltVor rund einem Jahr kamen Plagiatsvorwürfe gegen die Juristin Frauke Brosius-Gersdorf auf. Doch die Universität Hamburg sieht nach einer Untersuchung kein Fehlverhalten. Die Universität Hamburg hat bei einer Untersuchung der Doktorarbeit der früheren Verfassungsrichter-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf kein Plagiat festgestellt. "Die zuständigen Gremien sahen somit den Vorwurf eines wissenschaftlichen Fehlverhaltens als nicht gerechtfertigt an", teilte die Universität mit. Das Verfahren ist abgeschlossen.  Vor ungefähr einem Jahr war bekanntgeworden, dass die Universität die Doktorarbeit Brosius-Gersdorfs von der sogenannten Ombudsstelle prüfen lässt. Hintergrund waren Berichte über angebliche Parallelen zwischen ihrer Arbeit und der Habilitationsschrift ihres Mannes Hubertus Gersdorf. Die Potsdamer Juraprofessorin sollte vergangenes Jahr nach Vorschlag der SPD Richterin am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe werden. In der Union gab es aber erhebliche Vorbehalte gegen sie, was zum Konflikt in der Koalition führte. Die Wahl wurde deswegen abgesagt. Im August 2025 verzichtete Brosius-Gersdorf auf die Kandidatur. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.