Datum28.07.2026 23:51
Quellewww.zeit.de
TLDREin Gericht in Georgia hat einen heute 16-Jährigen zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt. Er hatte im September 2024 als 14-Jähriger an der Apalachee High School vier Menschen getötet und neun weitere verletzt. Der Täter verherrlichte andere Attentäter und strebte Berühmtheit an. Sein Vater wurde bereits wegen fahrlässiger Tötung verurteilt, da er seinem Sohn Zugang zur Tatwaffe verschaffte.
InhaltEin Gericht hat eine lebenslange Haftstrafe für den Täter des tödlichen Angriffs an der Highschool in Georgia festgelegt. Der damals 14-Jährige tötete vier Menschen. Fast zwei Jahre nach dem Amoklauf an einer Highschool im US-Bundesstaat Georgia ist der jugendliche Schütze zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der zuständige Richter schloss die Möglichkeit einer Entlassung auf Bewährung aus. Der damals 14-Jährige hatte im September 2024 in der Apalachee High School in etwa 80 Kilometer nordöstlich von Atlanta zwei gleichaltrige Schüler und zwei Lehrkräfte erschossen. Neun Menschen wurden verletzt. Der Angeklagte habe laut Ermittlern andere Amokläufer vergöttert und durch eine ähnliche Tat an einer Schule berühmt werden wollen, hieß es. Zuletzt hatte der Schütze sich in 55 Anklagepunkten schuldig bekannt, unter anderem Mord. Die Verteidigung forderte lebenslange Haft mit der Möglichkeit einer Bewährung, die Mindeststrafe für Mord in Georgia. Ohne Hoffnung auf Bewährung werde seinem Mandaten "die Fähigkeit genommen, sich zu ändern", sagte der Anwalt des Angeklagten. Die Hinterbliebenen forderten indes fast alle lebenslange Haft ohne Möglichkeit zur Bewährung. Er sehe keine Anzeichen, dass der Angeklagte fähig sei, "ein Gewissen zu entwickeln oder menschliches Leben jemals voll und ganz wertzuschätzen", sagte Bezirksstaatsanwalt Brad Smith. Der Vater des Angeklagten war im März wegen Totschlags und fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen worden, weil er seinem Sohn Zugang zu einer Waffe und Munition gewährt hatte. Er war hinreichend gewarnt worden, dass der 14-Jährige die körperliche Unversehrtheit anderer Menschen verletzen und gefährden könnte, hieß es.