Datum28.07.2026 22:42
Quellewww.zeit.de
TLDRKeiko Fujimori wurde zur neuen Präsidentin Perus vereidigt und hat sofort einen Ausnahmezustand ausgerufen. Militärs sollen in Gebieten mit hoher Kriminalität die Kontrolle übernehmen. Fujimori plant, die Polizei zu stärken, sich auf El Niño vorzubereiten, Renten zu erhöhen und die Infrastruktur auszubauen. Sie tritt ihr Amt in einer politisch instabilen Zeit an, geprägt von häufigen Wechseln an der Staatsspitze und Konflikten zwischen Parlament und Regierung.
InhaltRegionen mit hoher Kriminalität sollen vom Militär kontrolliert werden, kündigt Keiko Fujimori nach ihrer Vereidigung an. Die Präsidentin will zudem die Polizei stärken. Die neue peruanische Präsidentin Keiko Fujimori hat nach ihrem Amtsantritt den Ausnahmezustand verhängt. Das Militär solle während dieser Zeit "vorübergehend die Kontrolle" in Landesteilen mit hoher Kriminalitätsrate übernehmen, verkündete Fujimori unmittelbar nach ihrer Vereidigung im Kongresspalast in der peruanischen Hauptstadt Lima. "Wir werden jedes Stadtviertel, jede Straße und jeden öffentlichen Raum für die peruanischen Familien zurückgewinnen", sagte die konservative Politikerin. Zu ihren weiteren Vorhaben zählt die Vorbereitung auf das Klimaphänomen El Niño, dessen Auswirkungen in Peru in Kürze befürchtet werden, sagte Fujimori. Zudem kündigte sie eine deutliche Anhebung der Renten sowie den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur an. Auch die Polizei solle gestärkt werden. Fujimori hatte sich bei der Stichwahl im Juni nur äußerst knapp gegen den Kandidaten der Linken, Roberto Sánchez, durchgesetzt. Sie übernimmt das Präsidentenamt in einer politisch instabilen Phase. In den vergangenen knapp zehn Jahren gab es in Peru acht verschiedene Staatschefs. Das politische System ist von wiederkehrenden Konflikten zwischen Parlament und Regierung geprägt. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.