Datum28.07.2026 20:59
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Angeklagte des Messerangriffs auf Salman Rushdie hat im US-Terrorprozess die Aussage verweigert und keine Zeugen aufgerufen. Die Verteidigung beantragte die Einstellung des Verfahrens wegen angeblich unzureichender Beweise, was das Gericht ablehnte. Dem 28-Jährigen droht lebenslange Haft. Er wurde bereits 2025 wegen Mordversuchs zu 25 Jahren Haft verurteilt. Rushdie erlitt bei dem Angriff schwere Verletzungen, darunter Erblindung auf einem Auge.
InhaltDrei Jahre nach dem Attentat auf den Schriftsteller Salman Rushdie geht der Terrorprozess dem Ende zu. Der 28-jährige Angeklagte schweigt. Ihm droht lebenslange Haft. In den USA hat der Angeklagte in dem Prozess um das Messerattentat auf den Schriftsteller Salman Rushdie die Aussage verweigert. Der 28-Jährige werde auch keine Zeugen aufrufen, teilte sein Anwalt Nathaniel Barone mit. Die Verteidigung habe ihre Beweisführung vorerst abgeschlossen, sagte er weiter. Die Schlussplädoyers werden für diesen Mittwoch erwartet. Die Anklage habe nicht genügend Beweise vorgelegt, um das Verfahren fortzusetzen, teilte Barone mit und beantragte, den Terrorprozess einzustellen. Das Gericht wies dies zurück. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, auch sie habe ihre Beweisführung abgeschlossen. Der Angeklagte soll Rushdie laut Staatsanwaltschaft auf einer Veranstaltung 2022 mit einem Messer attackiert haben. Rushdie erblindete durch die Tat auf einem Auge, erlitt einen Leberschaden sowie Nervenverletzungen im Arm. 2025 war der Angeklagte bereits von einem Gericht des Staates New York wegen Mordversuchs zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im Terrorprozess auf US-Bundesebene droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.