Datum28.07.2026 19:48
Quellewww.zeit.de
TLDRTausende Menschen in Frankreich und Spanien dürfen nach Waldbränden wieder in ihre Häuser zurückkehren. In Spanien betrifft dies unter anderem 20.000 Menschen in der Region Madrid sowie weitere Tausende in anderen Gemeinden. Auch in Südwestfrankreich konnten 15.000 Menschen zurückkehren. Die Brände sind jedoch noch nicht vollständig gelöscht und die Bekämpfung bleibt kritisch. Es besteht weiterhin die Gefahr von Wiederentzündungen. Einige Urlauber hielten trotz Warnungen an ihren Reiseplänen fest.
InhaltDie Behörden in Frankreich und Spanien heben die Evakuierungsmaßnahmen infolge von Waldbränden in mehreren Gebieten auf. Die Feuer sind jedoch noch nicht gelöscht. Nach schweren Waldbränden in Frankreich und Spanien dürfen Tausende Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Allein in der Region Madrid sollten Evakuierungsanordnungen für rund 20.000 Menschen aufgehoben werden, teilte der Vertreter der Zentralregierung in der Region, Francisco Martín, mit. Insgesamt wurden laut Behördenangaben in 13 spanischen Gemeinden in den Regionen Madrid, Kastilien und León die Evakuierungsanordnungen aufgehoben. Die Bewohner könnten nun damit beginnen, in ihre Häuser zurückzukehren, hieß es. Auch in einigen Dörfern der Provinz Ávila wurde die Rückkehr erlaubt. Nahe Toledo konnten weitere 6.000 Menschen zurückkehren, nachdem ein kleineres Feuer dort eingedämmt worden war. Auch in Castellón durften mehrere Tausend Menschen wieder in ihre Häuser zurückkehren. Für 14.000 Menschen endeten die Anordnungen, ihre Häuser nicht zu verlassen. Dank des enormen Einsatzes der Helfer seien Fortschritte bei der Bekämpfung der Feuer erzielt worden. Dennoch befänden sich die Arbeiten zur Brandbekämpfung "in einer kritischen Phase", teilte Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska mit. Im südwestfranzösischen Département Landes dürfen nach Fortschritten bei der Feuerbekämpfung rund 15.000 Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Angaben der örtlichen Behörden zufolge ist der Brand allerdings noch nicht gelöscht. Zuletzt breitete er sich jedoch nicht weiter aus. Verbliebene Glutnester könnten sich wegen des Windes und der anhaltenden Trockenheit erneut entzünden, hieß es. Die Einsatzkräfte kündigten an, das Brandgebiet daher weiter überwachen zu wollen und Glutnester abzulöschen. Diese Arbeiten könnten demnach noch Tage bis Wochen andauern. Medienberichten zufolge hielten einige Urlaubsgäste in Südwestfrankreich trotz Warnungen der Behörden und brennender Häuser an ihren Reiseplänen fest. Die Zeitung Le Parisien berichtete unter anderem von einer Familie, die nach eigenen Angaben entschied, trotz der Brände anzureisen, um nicht auf den Kosten von 4.000 Euro für den Urlaub sitzenzubleiben. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.