Datum28.07.2026 19:18
Quellewww.zeit.de
TLDREine AfD-Kandidatin wurde in Ahrensfelde (Brandenburg) zur Ortsvorsteherin gewählt, offenbar mit Stimmen von CDU und SPD. Dies kritisierten die Freien Wähler als "Brandmauer"-Einsturz. Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft die AfD als rechtsextremistisch ein. SPD und CDU stellten klar, dass keine Kooperation mit der AfD bestehe, und verwiesen auf die geheime Abstimmung.
InhaltIn Brandenburg wird eine AfD-Kandidatin zur Ortsvorsteherin der Gemeinde Ahrensfelde gewählt. Offenbar auch mit den Stimmen von CDU und SPD. In der Gemeinde Ahrensfelde bei Berlin sehen sich CDU und SPD mit dem Vorwurf konfrontiert, mit ihren Stimmen eine AfD-Kandidatin zur Ortsvorsteherin gewählt zu haben. Bei der Abstimmung im Ahrensfelder Ortsteil Lindenberg setzte sich die AfD-Politikerin Inka Länger nach Angaben der Freien Wähler mit drei Stimmen durch. Die Bewerberin Evelyn Freitag von den Brandenburger Vereinigten Bürgerbewegungen (BVB) / Freie Wähler erhielt zwei Stimmen. Die Freien Wähler warfen SPD und CDU vor, mit ihren Stimmen für die AfD-Kandidatin in Lindenberg die sogenannte Brandmauer eingerissen zu haben. Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft den AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistisch ein. Im Ortsbeirat von Ahrensfelde-Lindenberg sind AfD, CDU, SPD, BVB/Freie Wähler und die Bürger für Ahrensfelde vertreten. Erst im Januar war AfD-Kandidat Jürgen Heinicke zum Ortsvorsteher gewählt worden, nachdem CDU-Ortsvorsteher Frank Meuschke gestorben war. Brandenburgs SPD-Generalsekretär Kurt Fischer verwies darauf, dass es keine Kooperation zwischen SPD und AfD gebe. CDU-Generalsekretär Julian Brüning sagte, die CDU könne den Vorwurf der Freien Wähler zur Ortsvorsteherin aufgrund der geheimen Wahl nicht kommentieren. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.