Datum28.07.2026 15:53
Quellewww.spiegel.de
TLDRRoberto Mancini wird nach seiner Europameistertitel-Ära und einem kurzen Intermezzo in Saudi-Arabien und Katar neuer italienischer Fußball-Nationaltrainer. Er soll die Mannschaft nach drei verpassten Weltmeisterschaften wiederbeleben. Die Suche nach einem Nachfolger für Gennaro Gattuso war chaotisch, mit Absagen von Wunschkandidaten wie Pep Guardiola und Carlo Ancelotti. Claudio Ranieri wird Technischer Direktor.
InhaltWird Pep Guardiola italienischer Fußballnationaltrainer? Nein! Carlo Ancelotti? Nein! Andrea Pirlo? Nein. Dann macht es eben Roberto Mancini. Dabei hatte er vor Jahren seinen Abgang als Nationalcoach wenig elegant durchgezogen. Italien hat nach chaotischer Suche einen neuen Fußball-Nationaltrainer: Nach drei Jahren in Saudi-Arabien und Katar kehrt Roberto Mancini zurück, der die Squadra Azzurra 2021 zur Europameisterschaft geführt hatte. Der 61-Jährige soll die Nationalmannschaft, die dreimal nacheinander bei einer WM nicht dabei war, wieder in Form bringen. Dies teilte der Präsident des Fußballverbands, Giovanni Malagò, in Rom mit. Der Posten des Commissario Tecnico (wie der Nationaltrainer offiziell heißt) war bereits seit Anfang April vakant. Damals musste der bisherige Coach Gennaro Gattuso zurücktreten, weil der viermalige Weltmeister Italien in der WM-Qualifikation an Bosnien-Herzegowina gescheitert war. Die intensive Suche nach einem Nachfolger begann dann vor einigen Wochen. In den vergangenen Tagen entwickelte sich die Angelegenheit jedoch zum Chaos. Zunächst sagte der Wunschkandidat ab, der frühere Barcelona-, Bayern- und Manchester-City-Trainer Pep Guardiola. Danach war zunächst Carlo Ancelotti, dann Andrea Pirlo im Gespräch, der Italien 2006 in Deutschland als Spielmacher zum WM-Titel geführt hatte. Ihm wurden jedoch zu enge Kontakte nach Russland zum Verhängnis. An der Seite Mancinis soll der frühere Trainer der AS Rom, der 74-jährige Claudio Ranieri, neuer Technischer Direktor werden. Mancini war bereits Nationaltrainer von 2018 bis 2023. Sein Ruf in der Heimat leidet allerdings bis heute darunter, dass er sich vor drei Jahren trotz bestehenden Vertrages urplötzlich als Nationaltrainer nach Saudi-Arabien verabschiedete – angeblich mit einem Vierjahresvertrag für 25 Millionen Euro pro Saison. Er blieb jedoch nur etwas mehr als ein Jahr. Dann wechselte er nach Katar zum Verein Al-Sadd. Am selben Tag wie Mancini wurde auch bei Ex-Weltmeister Frankreich ein neuer Nationaltrainer vorgestellt. Zinédine Zidane übernimmt den Job des langjährigen Trainers Didier Deschamps.