Bundesbank: BIP wächst trotz Irankriegs im zweiten Quartal leicht

Datum28.07.2026 12:46

Quellewww.zeit.de

TLDRDie deutsche Wirtschaft verzeichnete im zweiten Quartal 2026 trotz der geopolitischen Belastungen durch den Irankrieg ein leichtes Wachstum von geschätzt 0,1 Prozent. Laut Bundesbank stützen dynamische Industrieexporte und stabile Konsumausgaben die Konjunktur. Des Weiteren tragen Investitionen der Bundesregierung in Infrastruktur und Verteidigung zum positiven Trend bei.

InhaltDie deutsche Wirtschaft konnte trotz Irankriegs im zweiten Quartal leicht zulegen. Laut Bundesbank liegt das an wachsenden Industrieexporten und stabilen Konsumausgaben. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat nach Einschätzung der Bundesbank im zweiten Quartal trotz der Belastungen infolge des Irankriegs leicht zugelegt. "Trotz des Gegenwinds durch den Krieg im Nahen Osten dürfte das reale BIP im zweiten Quartal 2026 saisonbereinigt etwas zugelegt haben", hieß es im Bundesbank-Monatsbericht vom Juli. Die Volkswirtinnen und Volkswirte rechnen demnach mit einem Plus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Eine erste offizielle Schätzung zur Entwicklung des BIP im zweiten Quartal veröffentlicht das Statistische Bundesamt in den kommenden Tagen. Als Grund für das leichte Wachstum nannte die Bundesbank die Industriekonjunktur, die sich widerstandsfähig zeige. Die Unternehmen profitierten "von einer dynamischen Auslandsnachfrage und wachsenden Exporten". Daneben hielten die Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Konsumausgaben trotz der gestiegenen Energiepreise weiterhin stabil, schrieb die Bundesbank. Ein weiterer Grund seien zudem die Milliardeninvestitionen der Bundesregierung in Infrastruktur und Verteidigung. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.