Nach Anschlag in Berlin: Reul: Können keine hundertprozentige Sicherheit garantieren

Datum28.07.2026 09:28

Quellewww.zeit.de

TLDRNordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul kündigte nach dem islamistischen Anschlag in Berlin eine Überprüfung von Sicherheitskonzepten für Demonstrationen an, betonte aber, dass hundertprozentige Sicherheit unmöglich sei. Er hob hervor, dass auch Menschen ohne Gefährder-Status Anschläge begehen können und die Gefahr islamistischer Anschläge abstrakt hoch sei. Reul rief dazu auf, sich Feste und Freiheit nicht nehmen zu lassen, und versicherte, dass die Polizei sensibilisiert wurde. Der Anschlag in Berlin, bei dem eine Frau getötet und 29 verletzt wurden, gilt als Beleg für die konkrete Gefahr.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach Anschlag in Berlin“. Lesen Sie jetzt „Reul: Können keine hundertprozentige Sicherheit garantieren“. Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin hat Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) für Demonstrationen in seinem Bundesland eine Überprüfung der Sicherheitskonzepte angekündigt. "Zur Wahrheit gehört aber: Wir werden nie hundertprozentige Sicherheit garantieren können", sagte der Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Es wird immer Menschen geben, die durchs Raster fallen, weil ihre Radikalisierung im Verborgenen und in kurzer Zeit abläuft." Auch Menschen ohne Gefährder-Status könnten Anschläge begehen.  Das Risiko sei Teil jeder Veranstaltung, so Reul. Trotzdem dürften sich die Menschen in Deutschland die Feste und die Freiheit nicht nehmen lassen. Weiter sagte er: "Wir wissen, dass die Gefahr islamistischer Anschläge abstrakt hoch ist. In Berlin ist sie nun ganz konkret geworden. Wir haben unsere Polizei darum sensibilisiert." In Vorbereitung auf die anstehenden CSDs in NRW sollen die Sicherheitskonzepte noch einmal überprüft werden. Bei dem Anschlag am Samstagabend in Berlin soll ein 21-jähriger Deutscher mit libanesischen Wurzeln und Verbindungen zum islamistischen Terror zahlreiche Menschen mit einem Van angefahren haben. Eine Frau aus Polen wurde tödlich, weitere 29 Menschen teils lebensgefährlich verletzt. Bei seiner Festnahme am Sonntagabend wurde Abdul B. von Einsatzkräften erschossen. © dpa-infocom, dpa:260728-930-448140/1