Datum27.11.2025 12:05
Quellewww.spiegel.de
TLDREin Militärgericht in Rostow am Don hat acht Männer wegen ihrer Rolle in der Explosion auf der Kertsch-Brücke im Jahr 2022 zu lebenslanger Haft verurteilt. Sie wurden als Teil einer "organisierten kriminellen Vereinigung" schuldig gesprochen. Der Anschlag, der von der Ukraine zugegeben wurde, führte zu fünf Todesfällen und beschädigte die strategisch wichtige Brücke, die Russland mit der annektierten Krim verbindet. Alle Verurteilten beteuern ihre Unschuld und behaupten, nichts von der Ladung gewusst zu haben.
InhaltSie sollen als Teil einer "organisierten kriminellen Vereinigung" die Explosion auf der Kertsch-Brücke im Jahr 2022 verübt haben, sagt ein Militärgericht: Acht Menschen müssen deshalb lebenslang ins Gefängnis. Ein Militärgericht in der russischen Stadt Rostow am Don hat acht Männer zu lebenslanger Haft verurteilt. Sie wurden schuldig gesprochen, 2022 als Teil einer "organisierten kriminellen Vereinigung" einen Anschlag auf die Brücke zwischen dem russischen Festland und der Halbinsel Krim verübt zu haben. Dies geht aus einer offiziellen Mitteilung russischer Seite hervor. Am 8. Oktober 2022 war auf der Kertsch-Brücke eine Autobombe explodiert. Die Bombe löste ein riesiges Feuer aus, sieben Tanks eines Güterzugs gerieten in Brand. Die Brücke, die eine strategisch wichtige Verkehrsader darstellt, wurde teils schwerbeschädigt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben. Kyjiw bekannte sich zu dem Angriff, der einige Monate nach Beginn der russischen Offensive in der Ukraine stattfand. Laut der ukrainischen Seite habe dieser auf eine Behinderung der russischen Logistik abgezielt. Die Straßen- und Eisenbahnbrücke führt über die Straße von Kertsch und verbindet die von Russland annektierte ukrainische Halbinsel Krim mit dem russischen Staatsgebiet. Sie wurde vier Jahre nach der Annexion der Krim durch Russland fertiggestellt und 2018 von Präsident Wladimir Putin persönlich eingeweiht. Somit hat die Brücke für Russen wie Ukrainer auch eine besondere symbolische Bedeutung. Laut der offiziellen russischen Mitteilung zum Verfahren hat sich keiner der acht Menschen – sechs Unternehmer, ein Landwirt und ein Fernfahrer – schuldig bekannt. Sie alle behaupten, von der Ladung nichts gewusst zu haben und lediglich ihre übliche Arbeit verrichtet zu haben.