Datum27.07.2026 19:18
Quellewww.zeit.de
TLDRSechs Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt schließen CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke eine Koalition mit der AfD aus. Ministerpräsident Schulze betont Unabhängigkeit und schließt Bündnisse mit "ganz links und ganz rechts" aus. Die AfD strebt eine Alleinregierung an. SPD, Grüne und FDP zeigen sich offen für andere Koalitionen, mit Vorbehalten gegenüber dem BSW. Die Linken schließen eine Koalition mit der AfD strikt aus und wollen deren Regierungsbeteiligung verhindern.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landtagswahl“. Lesen Sie jetzt „Parteien stecken Koalitionsoptionen vor Wahl ab“. Sechs Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben die im Landtag vertretenen Parteien ihre Koalitionsoptionen abgesteckt. Ein Bündnis mit der AfD schlossen CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke beim Wahlforum "RND vor Ort" in Magdeburg aus. CDU-Ministerpräsident Sven Schulze sagte, er werde sich "politisch von niemandem abhängig machen". Für die CDU seien Koalitionen "sowohl mit ganz links als auch mit ganz rechts ausgeschlossen". AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund strebt dagegen eine Alleinregierung seiner Partei an. "Wir möchten die erste AfD-geführte Alleinregierung hier in Sachsen-Anhalt möglich machen", sagte er. Auf die Nachfrage der Moderation, ob damit Koalitionen mit anderen Parteien ausgeschlossen seien, antwortete Siegmund: "In dieser aktuellen Situation schon." SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann erklärte, eine Koalition mit der AfD sei ausgeschlossen. Auch mit dem BSW könne er sich ein Bündnis nicht vorstellen. "Über alles andere wird man reden müssen." Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz sagte, für ihre Partei seien Koalitionen mit allen demokratischen Parteien grundsätzlich möglich. Mit Blick auf das BSW ergänzte sie jedoch: "Mit dem BSW kann ich es mir im Moment auch schwer vorstellen." FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens schloss Koalitionen "ganz rechts, ganz links" aus. Linken-Spitzenkandidat Hendrik Lange erklärte, eine Koalition mit der AfD sei "selbstverständlich ausgeschlossen". Seine Partei werde "alles daran setzen, dass die AfD dieses Land nicht regieren wird". © dpa-infocom, dpa:260727-930-446796/1