Datum27.07.2026 18:19
Quellewww.zeit.de
TLDRAfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lehnt Zuwanderung zur Lösung des Fachkräftemangels in Sachsen-Anhalt ab. Stattdessen setzt er auf eine starke Familienpolitik, weniger Bürokratie und neue Technologien. Ein "3-Stufen-Modell" soll kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen umfassen, wobei die konkreten Schritte zur kurzfristigen Milderung des Mangels offenbleiben. Siegmund kritisiert, dass die Politik die demografische Entwicklung verschlafen habe.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landtagswahl“. Lesen Sie jetzt „Siegmund will Fachkräftemangel ohne Zuwanderung lösen“. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund lehnt Zuwanderung als Antwort auf den Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt ab. "Ganz sicherlich nicht aus dem Ausland", sagte Siegmund beim Wahlforum "RND vor Ort" auf die Frage, woher angesichts von 17.000 unbesetzten Stellen die Arbeitskräfte der Zukunft kommen sollen. Zuwanderung sei derzeit "immer die einzige Antwort auf diese Frage", kritisierte Siegmund. Stattdessen müsse Deutschland "es aus eigener Kraft schaffen". Dafür brauche es "vollen Fokus auf eine vernünftige Familienpolitik". Außerdem sprach sich der AfD-Politiker für weniger Bürokratie, eine schlankere Verwaltung und den Einsatz neuer Technologien aus. Auf den Hinweis der Moderation, zusätzliche Fachkräfte durch eine stärkere Familienpolitik stünden erst in rund 20 Jahren zur Verfügung, verwies Siegmund auf ein "3-Stufen-Modell" mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen. Die Politik habe die demografische Entwicklung über Jahrzehnte verschlafen. Wie der Übergang bis dahin konkret gelingen und mit welchen Maßnahmen der akute Fachkräftemangel kurzfristig gemildert werden soll, erläuterte Siegmund nicht. © dpa-infocom, dpa:260727-930-446621/1