Datum27.07.2026 17:58
Quellewww.zeit.de
TLDREin Waldbrand auf einem ehemaligen Militärgelände in Jüterbog ist weitgehend eingedämmt. Rund 35 Hektar brannten, begünstigt durch trockene Vegetation, sandigen Boden und Regen. Die Löscharbeiten werden durch Altlasten wie Munition erschwert. Trotz wiederkehrender Brände sind die Ausmaße in Jüterbog geringer als bei verheerenden Feuern in Südeuropa.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Feuer auf altem Militärgelände“. Lesen Sie jetzt „Waldbrand in Jüterbog eingedämmt“. Der am Samstag ausgebrochene Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsgelände in Jüterbog ist laut Feuerwehr weitgehend eingedämmt. "Es brennen noch ein paar Baumstümpfe", sagte Stadtbrandmeister Rico Walentin am Nachmittag. Nach einer Bewertung vom Sonntag waren nach seinen Angaben um die 35 Hektar von dem Brand betroffen. Günstig war, dass in dem betroffenen Gebiet die Vegetation nicht sehr dicht gewesen sei und der Boden recht sandig, so Walentin. Außerdem habe es geregnet. Die Feuerwehr mache nur noch Beobachtungsfahrten. Der Brand war im Bereich Jüterbog West nahe dem Wurzelberg auf der westlichen Seite des ehemaligen Truppenübungsplatzes ausgebrochen. Immer wieder trifft es das frühere Militärgebiet in Jüterbog, das mit alter Munition belastet ist. "Schauen wir mal, was für Überraschungen in den nächsten Tagen warten", sagte Feuerwehrmann Walentin. Er kennt die zähen Einsätze, weil die Löscharbeiten wegen der Altlasten im Boden erschwert sind. Bei dem ersten großen Waldbrand dieses Jahres im Mai hatten etwa 152 Hektar gebrannt - eine Größe von circa 215 Fußballfeldern. Im Jahr 2023 brannte es bei Jüterbog sogar auf rund 700 Hektar. Im Vergleich zu den verheerenden Waldbränden in Spanien und Frankreich sind die Brände in Jüterborg aber dennoch überschaubar. Die Bilder aus Bordeaux, wo derzeit ein verheerendes Feuer wütet und Menschen in Sicherheit gebracht werden, lassen Walentin nicht kalt. "Man fühlt schon mit." Das Feuer in Frankreich näherte sich der Großstadt Bordeaux und zerstörte bisher mehr als 42.000 Hektar Wald und Buschland. © dpa-infocom, dpa:260727-930-446532/1