Rollatoren und Hörgeräte: Kosten für Versicherte gestiegen

Datum27.07.2026 16:40

Quellewww.spiegel.de

TLDRDie Kosten für Hilfsmittel wie Rollatoren und Hörgeräte sind für gesetzlich Versicherte gestiegen. Im Jahr 2025 zahlten sie im Schnitt 10 Euro mehr, insgesamt 159 Euro pro Hilfsmittel. Trotzdem erhielten 78 Prozent der Versicherten ihre Hilfsmittel kostenfrei. Der Eigenanteil liegt zwischen 7,50 und 15 Euro, es sei denn, das Hilfsmittel ist günstiger. Zusätzliche Kosten entstehen laut Krankenkassen aus Gründen der Ästhetik oder des Komforts.

InhaltAlles wird teurer, auch Rollatoren, Hörgeräte und ähnliche Hilfsmittel. Krankenversicherungen legen nun offen, wie viel mehr Versicherte im Jahr 2025 aus eigener Tasche zahlen mussten. Rollatoren, Hörgeräte und andere Hilfsmittel werden teurer und das merken auch diejenigen, die auf sie angewiesen sind: Die Mehrkosten, die Krankenversicherte für aus eigener Tasche zahlen mussten, sind im vergangenen Jahr im Schnitt um jeweils 10 auf 159 Euro gestiegen. Laut einem Bericht des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen bezogen die Versicherten 78 Prozent der Hilfsmittel mehrkostenfrei. Dies liege im Trend der vergangenen Jahre. Wer einen Rollator, ein Hörgerät oder Schuheinlagen benötigt, muss den Eigenanteil zahlen. 2025 seien für knapp 32 Millionen Hilfsmittelversorgungen rund 12,1 Milliarden Euro ausgegeben worden. 2024 waren es 11,5 Milliarden. Sieben Millionen Mal haben Versicherte aus eigener Tasche zugezahlt, insgesamt mehr als 1,1 Milliarden Euro. Die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren, was als medizinisch notwendig gilt. Aus ihrer Sicht sind es "Gründe der Ästhetik oder des Komforts", weshalb Versicherte zusätzliche Kosten haben können. Versicherte müssen mindestens 7,50 Euro und höchstens 15 Euro zum Hilfsmittel zuzahlen. Kostet ein Hilfsmittel weniger als 7,50 Euro, muss nur der tatsächliche Preis gezahlt werden.