Nach Anschlag auf Berliner CSD: Städtetag ruft nach CSD-Anschlag zu Zusammenhalt auf

Datum27.07.2026 16:26

Quellewww.zeit.de

TLDRNach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD ruft der Deutsche Städtetag zu Zusammenhalt auf. Präsident Jung betonte, dass die offene und freie Gesellschaft nicht durch Gewalt und Hass untergraben werden dürfe. Die Städte würden alles zur Sicherheit öffentlicher Veranstaltungen tun, verwiesen aber auf die übergreifende Verantwortung von Bund und Ländern bei der Verhinderung terroristischer Anschläge.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach Anschlag auf Berliner CSD“. Lesen Sie jetzt „Städtetag ruft nach CSD-Anschlag zu Zusammenhalt auf“. Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin hat der Deutsche Städtetag dazu aufgerufen, sich Offenheit und Freiheit nicht nehmen zu lassen. "Unsere offene und freie Gesellschaft lassen wir uns nicht nehmen, auch nicht von denen, die Gewalt, Angst und Hass verbreiten wollen", sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung. Der Leipziger Oberbürgermeister (SPD) betonte zugleich, die Städte täten alles, was in ihrer Verantwortung liege, um öffentliche Veranstaltungen sicher zu gestalten. Jung sprach von einem tiefen Schock. "Wir trauern mit den Angehörigen und Freunden. Unsere Gedanken sind bei der Familie der Toten und bei allen Menschen, die unter dieser Tat leiden", sagte er. Ein Fest für Offenheit, Vielfalt und Freiheit sei zum Ziel eines menschenverachtenden Anschlags geworden. Mit Blick auf die Sicherheit verwies Jung auf die enge Zusammenarbeit der Städte mit Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten, Veranstaltern und weiteren Sicherheitsbehörden. Schutzmaßnahmen müssten wirksam sein, ohne öffentliche Räume abzuriegeln oder den offenen Charakter der Innenstädte zu zerstören. "Absolute Sicherheit kann es nicht geben. Aber es braucht bestmögliche Vorbereitung, klare Verfahren und ein enges Zusammenwirken aller Beteiligten", sagte Jung. Zugleich machte der Präsident des Deutschen Städtetages deutlich, dass die Verhütung schwerer Straftaten und terroristischer Anschläge in erster Linie Aufgabe der Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern sei. Die entscheidenden Lageerkenntnisse lägen bei Polizei und Verfassungsschutz. Damit Veranstaltungen in den Städten weiterhin offen, lebendig und sicher möglich seien, bräuchten die Kommunen klare Lageeinschätzungen, praxistaugliche Verfahren sowie die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern verbindlich an ihrer Seite. © dpa-infocom, dpa:260727-930-446093/1