Datum27.07.2026 16:30
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Thüringer Innenministerium registrierte im vergangenen Jahr 92 Straftaten gegen Abgeordnetenbüros. Die AfD war mit 49 Fällen am stärksten betroffen. Der AfD-Abgeordnete Mühlmann kritisiert, dass viele Ermittlungsverfahren eingestellt werden. Auch Büros der Linken und SPD verzeichneten vergleichsweise viele Angriffe, während CDU und Grüne weniger Fälle aufwiesen. Typische Vorfälle waren Farbbeutelwürfe, eingeschlagene Scheiben und Schmierereien.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Zahlen vorgelegt“. Lesen Sie jetzt „92 Angriffe auf Abgeordnetenbüros in Thüringen“. Insgesamt 92 Straftaten hat das Thüringer Innenministerium im vergangenen Jahr gegen die Büros von Landtags- und Bundestagsabgeordnete der verschiedenen Parteien registriert. Überdurchschnittlich oft betroffen war mit 49 Fällen die AfD, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Ringo Mühlmann hervorgeht. Mühlmann kritisierte, dass fast 84 Prozent aller Ermittlungsverfahren bereits eingestellt seien. Es fehle an juristischer Konsequenz. Relativ viele Angriffe verzeichnete die Auflistung des Ministeriums auch gegen Abgeordnetenbüro der Linken sowie der SPD. Weniger als ein Dutzend Fälle wurden für die CDU sowie die Grünen registriert. In vielen Fällen wurden Farbbeutel auf Fassaden geworfen, Scheiben eingeschlagen oder Schmierereien angebracht. © dpa-infocom, dpa:260727-930-446149/1