Datum27.07.2026 15:13
Quellewww.zeit.de
TLDRHoffnung auf Gespräche zwischen USA und Iran hat zu einem starken Rückgang der Ölpreise geführt, dem größten seit Mai. Brent-Rohöl fiel um fast acht Prozent auf 89,12 Dollar, WTI um knapp sieben Prozent auf 83,21 Dollar. Analysten sind jedoch skeptisch. Sie verweisen auf die Ausweitung des Konflikts auf das Rote Meer und ukrainische Angriffe auf russische Ziele, was anhaltende Lieferunterbrechungen und hohe Ölpreise wahrscheinlicher macht.
InhaltDas Aussetzen der Angriffe zwischen den USA und dem Iran hat zum größten Ölpreisrückgang an einem Tag seit Mai geführt. Analysten zeigten sich aber skeptisch. Die Aussicht auf eine Fortsetzung der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran hat für kräftige Preisrückgänge am Ölmarkt gesorgt. Der Preis für die Nordsee-Rohölsorte Brent sank um fast acht Prozent und lag damit bei 89,12 Dollar je Fass (159 Liter). Die US-Leichtölsorte WTI wurde ebenfalls günstiger, der Preis ging um knapp sieben Prozent zurück und lag damit bei einem Wert von 83,21 Dollar pro Barrel. Das bedeutet das größte Intraday-Minus und damit den bislang größten Preisrückgang innerhalb eines Handelstages seit mehr als zwei Monaten. Am Wochenende hatten die USA und der Iran die gegenseitigen Angriffe ausgesetzt und bemühen sich offenbar erneut um Verhandlungen. Analysten zeigten sich jedoch skeptisch. "Der Markt scheint krampfhaft nach guten Nachrichten zu suchen, selbst wenn es keine gibt", sagte John Evans vom Ölmakler PVM Oil. Die Analysten der United Overseas Bank in Singapur verwiesen darauf, dass sich der Konflikt auf das Rote Meer ausgeweitet habe und auch ukrainische Drohnen weiter russische Schiffe und Raffinerien angegriffen hätten. Deswegen dürften anhaltende Lieferunterbrechungen dafür sorgen, dass die Ölpreise hoch bleiben.